Opiyo Okach
Opiyo Okach, in Ihrem Stück «Abila» von 2002 benutzen Sie Versatzstücke aus traditionellen Ritualen wie das Einreiben des Körpers mit roter Erde und schaffen in Verbindung mit Videos choreografische Bilder, deren Eleganz und zeremonielle Schönheit auf einer Stufe mit Sankai Juku stehen.
Allerdings habe ich dafür, dass ich mit sakralen Elementen arbeitete, in Kenia einige Anfeindungen erlebt. Dort herrschen strenge moralische und soziale Regeln. Die ursprüngliche Kultur hat sich mit der christlichen vermischt, die unser Verhältnis zum Körper zerstört hat.
In vielen Fragen wurde die katholische Sichtweise übernommen. Aber das Zusammenleben mit den anderen Gemeinschaften, auch den Moslems, ist harmonisch.
Jeder bewegt sich im Alltag zwischen mehreren Sprachen und Kulturen und kann die Perspektive des anderen nachvollziehen. So begreift man, dass es keine absolute Wahrheit gibt. Man versteht sich nicht als Zentrum der Welt, sondern lebt in mehreren Welten gleichzeitig. Das hat auch mit dem Funktionieren von Demokratie zu tun und mit einem Gleichgewicht in der Welt. George Bushs «Entweder du bist mein Freund oder mein Feind», hält dieser Realität nicht stand. Viele Kenianer tragen ...
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