Choreografieren
Arbeitsweise (die): (trad.) Versuch, ein Handwerk zur Kunst zu treiben; (mittelhochdt.) Versuch, mit der Hand Kunst zu machen; (allg.) Versuch, alle Werke von Hand Kunst zu nennen; (Ballett) Versuch, Werke durch Handlung zur Kunst zu bewegen; (zeitgen.) Versuch, auf Händen die Kunst zum Werk zu tragen; (postmod.) Versuch, Kunst ohne den Druck von Hand und Werk zu betreiben; (akad.) Versuch, anhand von Werken Kunst zu unterrichten.
Ein Versuch gilt hierzulande nichts.
Weil erstens: Auf der Suche nach der Frage, wie man das Choreografieren lernt, der Versuch in unserem Sprachgebrauch gleichbedeutend ist mit seinem Scheitern. Ein Versuch ähnelt zu sehr der Versuchung. Man will choreografieren, man kann es ja versuchen, aber erwartet nichts Gutes. Denn keine Versuchung ist gut. Zweitens: Jede Suche behauptet die Abwesenheit des bereits Gelungenen. Warum nicht auf Bewährtes setzen, sondern weiter suchen, als wäre noch nicht da, was man sucht? Findet es. Denn das Wort «verfinden» gibt es nicht. Drittens folgt aus der Verunglimpfung der Versuchung und aus der Verächtlichmachung des Versuchs die Behauptung: Choreografie müsse lehrbar sein. Aber ist sie das? Alle hier interviewten Damen und ...
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Simultaneously with the bursting of the first buds in the backyards of Stockholm, hearts are bursting in Birgitta Egerbladh’s dance-theatre-opera “Mitt hjärta brister,” collage of dance, theatre and opera presented in a sketchy non-linear fashion – reflecting real life. “Mitt hjärta brister” could be seen as a sequel to “Händelser i hemmet” (What Happens at Home)....
Der Biss ins Ohr
Der erste Kontakt mit Hijikata war selten einfach. Er konnte recht barsch sein, bevor er jemandem sein Herz und seine Tür öffnete, obwohl er andererseits sein Haus nie verschloss. Ich begegnete Hijikata in einer Bar im Szeneviertel Shinjuku, einem Künstlertreff, in dem er sich mit seinen langen Haaren gern bewundern ließ und um Ratschläge gebeten...
There is genius at play in Édouard Lock’s new ballet, “Amjad.” As a product of his evolving exploration of pointe work – it’s been four years since the choreographer first brought his last creation, “Amélia,” to a Montreal stage – the new ballet has nothing to do with copycat imitation. Instead, Lock invests heavily in ironic juxtapositions of Romantic era...
