So votierten unsere Leser
Aufführung des Jahres: Bergs «Lulu» in Hamburg (Kent Nagano/Christoph Marthaler) und Honeggers «Jeanne d’Arc au bûcher» in Frankfurt (Marc Soustrot/Alex Ollé)
Regisseurin des Jahres: Yona Kim
Bühnenbildner des Jahres: Alfons Flores
Dirigent des Jahres: Kirill Petrenko
Sängerin und Sänger des Jahres: Anja Harteros, Christian Gerhaher, Georg Zeppenfeld
Opernhaus des Jahres: Oper Frankfurt, Bayerische Staatsoper München
/>Ärgernis des Jahres: «Tannhäuser» in München
Einspielung und Buch des Jahres: –––
2016 haben wir erstmals und mit großer Resonanz eine Umfrage unter den Abonnenten der «Opernwelt» durchgeführt. Auch in diesem Jahr wollten wir es wieder genau wissen: Wie bewerten unsere Leser die vergangene Saison? Einigkeit herrschte in puncto «Dirigent des Jahres»: Während bei den Kritikern Hartmut Haenchen vorne lag, vergaben sie den Titel (wie im vergangenen Jahr) mit großer Mehrheit an Kirill
Petrenko. Gleich drei Sieger gab es in der Kategorie «Sänger des Jahres»: Anja Harteros (auch sie wurde zum zweiten Mal gewählt) teilt sich den Titel jedoch nicht mit Matthias Klink, auf den die meisten Kritikervoten entfielen, sondern mit Christian Gerhaher und Georg Zeppenfeld (der ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Jahrbuch 2017
Rubrik: Bilanz, Seite 106
von Jürgen Otten
Seinen Stil erkennt man auf den ersten Blick. Und das liegt nicht nur an den kargen Räumen, die Anna Viebrock für Christoph Marthaler entwirft. Man erkennt ihn an der Art, wie sich Körper und Stimmen durch diese scheinbar hermetischen Landschaften bewegen. Unfertig, verloren, mitunter zum Heulen komisch wirken die Gestalten in Marthalers Theater. Und zum...
Luthers Wittenberger Thesenanschlag hallt bis heute nach. Nicht zuletzt auf der Opernbühne. Immer wieder
hat die vor 500 Jahren formulierte reformatorische Idee von der Freiheit des (Christen-)Menschen Komponisten beschäftigt. Aber auch deren Pervertierung: Gewalt und Terror im Namen Gottes, etwa in Gestalt der Münsteraner Wiedertäufer. (Protestantischer) Glaube...
Er würde, sagte er zu der Reporterin von TV Oberfranken, als die sechs «Parsifal»-Aufführungen im mystischen Abgrund glücklich hinter ihm lagen, das gern noch mal «richtig» machen. Und lächelte. In diesem Wörtchen steckt exakt jene Melange aus Bescheidenheit und Stolz, aus Ehrlichkeit und Praxisbezug, die den Dirigenten Hartmut Haenchen von jeher auszeichnet. Als...
