Nussknacker
Als er vor sieben Jahren zum ersten Mal «Sänger des Jahres» wurde, gehörte er noch zum Ensemble der Frankfurter Oper. Es war die Zeit seiner Debüts an der Mailänder Scala und der Berliner Staatsoper, bei den Salzburger Festspielen und in Glyndebourne. Dort gastierte Johannes Martin Kränzle seinerzeit mit jener Partie, die ihn 2014 an die Met, 2017 nach Covent Garden, schließlich nach Bayreuth führen sollte: dem Beckmesser in Wagners «Meistersingern». Auch an seinem ehemaligen Stammhaus erregte der Bariton jüngst Aufsehen – als Šiškov in Janáčeks «Totenhaus».
Dass er nach einer lebensbedrohlichen Erkrankung überhaupt wieder auf der Bühne stehen darf, begreift der 58-Jährige als Geschenk, ja als Wunder. Ein Wunder, das aus jedem seiner intensiven Rollenporträts spricht
Es stinkt, die Kollegen können das bezeugen. Was eben Käsebrote mitunter so an sich haben, wenn man sie auspackt. Dieser Mann tut es genussvoll, mit mutmaßlich steigendem Wasserpegel im Mund, dabei etwas abseits sitzend, aber diese Position ist er ja gewöhnt. Abgebissen wird nur ein bisschen, das Rascheln beim Einpacken provoziert eine unwirsche Armbewegung von Sachs. Vorbei das kleine, kurze Glück. Zurück ist die so ...
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Toshio Hosokawas Musik lebt aus dem Spannungsverhältnis von japanischer Tradition und westlicher Avantgarde. Drei seiner Opern – «Hanjo» (2004), «Matsukaze» (2011) und zuletzt «Stilles Meer» (2016) – beruhen auf Stoffen des japanischen Nō-Theaters. Für sein jüngstes Musiktheaterwerk «Erdbeben. Träume» hat Hosokawa sich, wie bei seinem Erstling «Vision of Lear»...
DEUTSCHLAND
Aachen
Theater Aachen
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GENERALMUSIKDIREKTOR: Christopher Ward
VERWALTUNGSDIREKTORIN UND GESCHÄFTSFÜHRERIN: Judith Wollstädter
CHEFDRAMATURGIN: Inge Zeppenfeld
KÜNSTLERISCHE BETRIEBS- UND ORCHESTERDIREKTORIN: Melanie Plank
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ORCHESTERBÜRO...
Kaum ein Lyriker wird so sehr mit heimeliger Romantik, gar «von deutscher Seele» (Hans Pfitzner), identifiziert wie Joseph von Eichendorff. Doch das Klischee trügt: Gerade er ist der Dichter des verstörend Vergänglichen, Unheimlichen, und in seiner Welt ist nichts recht geheuer. Zwei Topoi Eichendorffs irritieren denn auch stets aufs Neue: Wasser und Stimmen...
