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JUBILARE
Marjana Lipovsek kam 1946 als Tochter des Komponisten Marijan Lipovsek in Ljubljana zur Welt. An der Musikakademie ihrer Heimatstadt sowie später an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz studierte sie Gesang. 1977 erhielt sie ihr Diplom und wurde ein Jahr später in das damals neu gegründete Opernstudio der Wiener Staatsoper aufgenommen. 1979 trat sie ins Ensemble des Hauses ein und sang dort erste kleinere Partien, übernahm aber schon im selben Jahr an der Grazer Oper ihre erste Hauptrolle.
Mit dem Entschluss, als freie Künstlerin tätig zu werden, begann 1984 ihre Weltkarriere. Seither ist Marjana Lipovsek an nahezu allen bedeutenden Opernhäusern der Welt sowie bei den wichtigen Opernfestspielen aufgetreten und hat mit zahlreichen Dirigenten von Weltrang musiziert. Ihr Repertoire umfasst alle bedeutenden Partien des Mezzo-Fachs und reicht vom Barock bis zur Gegenwart. Lipovsek, deren besondere Liebe dem Liedgesang gilt, wirkte ferner an mehreren Filmproduktionen mit, darunter «Jacob the Liar» und «The Grey Zone», sowie für das Fernsehen in «Daphne», «Frau ohne Schatten» und «Walküre». Sie hat zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten und ...
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Opernwelt Dezember 2016
Rubrik: Service, Seite 52
von Marc Staudacher
Es geht fröhlich zu im ehrwürdigen Teatro alla Scala. Kein Wunder, wo doch zum Ausklang der Spielzeit eine Oper für Kinder auf dem Programm steht: «Ratto dal Serraglio». Es wird gelacht, geschubst und gedrängelt. Die Orchestermusiker werden auf ihrem Weg in den Graben mit brausendem Beifall und zustimmenden Pfiffen begrüßt. Dann verlischt langsam das...
Herr Paede, Sie sind auf Umwegen zur Dramaturgie gekommen.
Ich wollte erst Musikwissenschaftler werden, fand aber manches zu museal. In Würzburg, wo ich studierte, konzentrierte ich mich auf die zeitgenössische Musik. Dabei bin ich in die performative Richtung gerutscht, Dramaturgie war der nächste logische Schritt. Mich reizt weniger der trockene analytische...
Die Schlange, Urgrund allen Übels. Langsam windet sie sich über die Wählscheibe der Pariser Telefonzelle, ihr klein-gefährlicher Kopf, auf zwei schwingende Tücher über der Szene projiziert, ist in Großaufnahme zu sehen. Später wird die Versucherin über die auf dem Bett sinnende Margarethe gleiten, der Nachbarin Marthe hängt sie beim Flirt mit Mephisto um den Hals....
