Apropos... Figur
Herr Carico, Ihr Durchbruch in Iannis Xenakis’ «Oresteia» war sängerisch begründet – aber nicht nur! Ein Szenenfoto mit freiem Oberkörper landete auf der Internet-Seite «barihunk.com» und erhielt die meisten Klicks des Jahres. Ist Ihnen das wichtig?
Ich bin wahnsinnig stolz darauf! Denn Sie wissen vielleicht nicht, dass ich vorher in kurzer Zeit 32 Kilo abgenommen hatte.
Wie bitte?!
Ja, da staunen Sie. Ich war immer ein sehr physischer Darsteller und wollte ursprünglich Schauspieler werden.
Nur war ich lange Zeit stark übergewichtig. Ich schwitzte, geriet außer Atem. Außerdem hatte ich technische Probleme beim Singen. Ich fragte mich, ob diese Probleme mit meinem Gewicht zu tun haben könnten. Außerdem wollte meine Frau, dass ich mit ihr laufen gehe. Irgendwann merkte ich: Du musst dein Leben ändern!
Wie haben Sie das geschafft?
Durch verschiedene Workout-Programme und gesündere Ernährung, wie die meisten, die erfolgreich viel abnehmen. Ein wichtiger Ansporn war auch, dass mir irgendwann klar wurde, dass ich mit meiner damaligen Figur nie Leporello verkörpern könnte – eine Rolle, die ich kürzlich an der Deutschen Oper in Berlin gesungen habe. In Amerika wurde mir die Titelrolle in dem ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt März 2016
Rubrik: Magazin, Seite 87
von Kai Luehrs-Kaiser
Die Ponys hören zu. Erst eines. Ein Ganzton, dann ein Halbton aufwärts, lange und leise gehalten. Dann kommen fünf weitere dazu, schmiegen sich unter die Gesangsphrase ihres Herrn. Jedes hat seinen eigenen Rhythmus, seine eigene triolische Bewegung, seine eigene chromatische Linie. Alle sind genau in der Partitur notiert, im Bassschlüssel. Sechs Ponys, das sind...
Am Tag seines Rücktritts in Wien fiel ihm der Satz wieder ein. Ein guter Freund, der ihm zur Berufung als Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper gratulierte, hatte ihn gesagt. «Sie werden dich natürlich umbringen», meinte er zu Franz Welser-Möst. «Aber dann bist du ein Märtyrer. Und dann ist es zur Heiligsprechung auch nicht mehr weit.» Welser-Möst lachte...
Die erste Tosca der New York City Opera war ein echter Star: Als die Company 1944 mit Puccinis vor 116 Jahren in Rom uraufgeführtem Bestseller ihre erste Produktion zeigte, sang Dusolina Giannini die Titelpartie. Als people’s opera konzipiert, pflegte man in den folgenden Jahrzehnten freilich vor allem ein Repertoire, das die Metropolitan Opera nicht auf dem Schirm...
