Apropos... Figur
Herr Carico, Ihr Durchbruch in Iannis Xenakis’ «Oresteia» war sängerisch begründet – aber nicht nur! Ein Szenenfoto mit freiem Oberkörper landete auf der Internet-Seite «barihunk.com» und erhielt die meisten Klicks des Jahres. Ist Ihnen das wichtig?
Ich bin wahnsinnig stolz darauf! Denn Sie wissen vielleicht nicht, dass ich vorher in kurzer Zeit 32 Kilo abgenommen hatte.
Wie bitte?!
Ja, da staunen Sie. Ich war immer ein sehr physischer Darsteller und wollte ursprünglich Schauspieler werden.
Nur war ich lange Zeit stark übergewichtig. Ich schwitzte, geriet außer Atem. Außerdem hatte ich technische Probleme beim Singen. Ich fragte mich, ob diese Probleme mit meinem Gewicht zu tun haben könnten. Außerdem wollte meine Frau, dass ich mit ihr laufen gehe. Irgendwann merkte ich: Du musst dein Leben ändern!
Wie haben Sie das geschafft?
Durch verschiedene Workout-Programme und gesündere Ernährung, wie die meisten, die erfolgreich viel abnehmen. Ein wichtiger Ansporn war auch, dass mir irgendwann klar wurde, dass ich mit meiner damaligen Figur nie Leporello verkörpern könnte – eine Rolle, die ich kürzlich an der Deutschen Oper in Berlin gesungen habe. In Amerika wurde mir die Titelrolle in dem ...
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Opernwelt März 2016
Rubrik: Magazin, Seite 87
von Kai Luehrs-Kaiser
Wo auch immer in den letzten Jahren der einst von der Zensur behinderte, von Verdi verschiedentlich umgearbeitete, vom Opernbetrieb lange vergessene «Stiffelio» auftauchte, erregte er Erstaunen und Bewunderung. Die 1850 in Triest uraufgeführte Oper brilliert nicht mit exotischen oder spektakulären Schauplätzen. Auch nicht, wie «Macbeth», mit einem berühmten Sujet....
Es schwinden jedes Kummers Falten, solang des Liedes Zauber walten», dichtete Schiller 1795 fast stammbuchhaft. Etwa eineinhalb Jahrhunderte später freilich, nach 1945, galt das Lied vielen Tonschöpfern als antiquiert; sie ließen es allenfalls als Parodie weiterleben. Doch einige der avancierten Komponisten akzeptierten dieses Abdrängen in ein ästhetisches Getto...
Eine Frage der Ehre ist es. Und der Wortwahl. «Integration» klingt schließlich allemal schöner als das böse F-Wort, das keiner in den Mund nehmen will. Fusion? Gerade weil man die Festwochen der Alten Musik nicht «verschlucken» will, sind alle Innsbrucker Verantwortlichen um den schönen Schein bemüht. Als «Tochtergesellschaft» des Tiroler Landestheaters wird das...
