Sprungbrett

Zum Finale des Bundeswettbewerbs Gesang Berlin

Opernwelt - Logo

Es ist der größte nationale Gesangstest in Europa: Der Bundeswettbewerb Gesang Berlin, 1966 gegründet, hat eine einzigartige Struktur. Parallel zum Hauptwettbewerb können bei einem Juniorwettstreit junge Sängerinnen und Sänger Erfahrungen machen und lernen, ihre Möglichkeiten einzuschätzen. Der Hauptwettbewerb wird alle zwei Jahre in den Kategorien Oper/Operette/Konzert ausgetragen und gilt als Talentbörse ersten Ranges.

Um nur einige Beispiele zu nennen: Silvia Hauer, erste Preisträgerin 2010, gehört inzwischen zum Studio der Bayerischen Staatsoper; Mareike Schröder, damals auf dem zweiten Platz, ist in gleicher Position an der Staatsoper Berlin beschäftigt; Gloria Rehm, die den dritten Platz belegte, ist Ensemblemitglied in Köln. Im Jahr 2012 gab es 175 Anmeldungen (davon 139 Frauen). Nach Vorauswahlen in verschiedenen deutschen Städten landeten 22 davon in der zweiten Runde des Halbfinales, das öffentlich im Berliner Konzerthaus ausgetragen wurde. Zwölf durften zum Finale in der Komischen Oper antreten, deren Orchester unter der Leitung von Axel Kober spielte (Moderation: Annette Dasch).

Der Erste Preis ging an den von Hedwig Fassbender ausgebildeten Bariton Björn Bürger, der ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Januar 2013
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Stephan Mösch

Weitere Beiträge
Orpheus Britannicus

«Geistliches Lied» klingt zu harmlos, auch Thomas Browns Lobgedicht auf Purcells Beiträge zu den beiden 1688 und 1693 erschienenen Bänden der Harmonia Sacra trifft es nicht ganz: «Sweetness combin’d with majesty, prepares / To raise devotion with inspiring airs». Die überaus kunstvollen Kompositionen stehen den Bühnenwerken und Oden an Expressivität in nichts nach,...

Innovationsschub

Das Stadttheater Gießen steht gut da: Die Besucherzahlen stimmen, der Spielplan zeichnet sich durch Entdeckerlust aus. Ein Belcanto-Zyklus prüft selten gespielte Werke auf Repertoiretauglichkeit ab, Neues (Gala Gala von Marc-Aurel Floros) und Rares des vergangenen Jahrhunderts (Egk, Menotti und Barber) sind an dem kleinen Haus eher Regel als Ausnahme.  

Zusätzlich...

Warme Farben, klare Kontraste

Weil er im März des Jahres 1881 starb, hat Modest Mussorgsky die Gelegenheit knapp verpasst, Augen- und Ohrenzeuge des umfassend überarbeiteten Simon Boccanegra zu werden, mit dem Verdi im selben Jahr an der Mailänder Scala Triumphe feierte. Bedenkt man den Einfluss, den schon La forza del destino auf russische Komponisten ausgeübt hatte, so ist es reizvoll,...