Demis Volpi; Foto: die arge lola
Arbeiten auf Augenhöhe
«Demis Volpi ist ein großartiger Theatermacher und feinfühliger Geschichtenerzähler. Hier, eher als in der Choreografie, sehe ich seine wahre Begabung.» So begründet Reid Anderson, Ballettintendant der Staatstheater Stuttgart, die Nichtverlängerung Ihres Vertrags als Hauschoreograf des Stuttgarter Balletts. Das klingt, als wolle er Sie zur Oper fortloben ...
Man könnte diesen Eindruck gewinnen. Ich sehe meine Arbeit für die Oper und eine mögliche Entwicklung in diese Richtung allerdings nicht als ein Entweder-Oder. Ich kann mehrere Dinge machen.
Ich spreche deutsch, aber das heißt nicht, dass ich deswegen auf Englisch verzichten muss. Es sind einfach unterschiedliche Sprachen, die man im Laufe der Zeit gelernt hat und weiter vertiefen möchte.
Ihr Weg zum Musiktheater war nicht vorgezeichnet ...
Ich bin selbst überrascht, wie sich die Dinge entwickelt haben. Trotzdem ergibt sich in der Rückschau ein Sinn. Ich hätte nicht choreografieren können, wäre ich nicht zuvor Tänzer gewesen. Und die Begegnung mit der Oper schon während der Zeit meiner ersten choreografischen Versuche war ein Grund, warum ich mich entschieden habe, meine Theaterzukunft eher in der Regie und Choreografie zu ...
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Opernwelt Jahrbuch 2017
Rubrik: Bilanz, Seite 132
von Hartmut Regitz
Zufrieden ist er vermutlich nie. Aber keine Sekunde verzagt. Hartmut Haenchen war immer ein selbstbewusster Musiker, geladen mit einer Energie, die er aus der protestantischen Gewissheit bezog, dass des Lernens kein Ende sei – und selbst das Allerbeste noch nicht gut genug. Mit dieser Haltung geht der «Dirigent des Jahres» jedes Werk an: ein rigoroser...
«Tannhäuser» strotzt von Melodien, die im Ohr haften, von wirkungssicher aufgebauten Chorälen, von einer Hymnik, die Jauchzen und Verzweiflung gleichermaßen umfasst. Er lebt, wie Carl Dahlhaus einmal schrieb, von «tönender Rhetorik». Man könnte auch sagen: Das Stück ist geradezu unverschämt auf Erfolg hin komponiert – und ohne Zweifel Wagners beliebteste Oper....
Vor 450 Jahren kam in Cremona jener Mann auf die Welt, der – so will es die Legende – die Oper erfunden hat: Claudio Monteverdi. Sein 1607 in Mantua geschriebener «L’Orfeo» gilt als Geburtsurkunde des musikalischen Theaters im neuzeitlichen Sinn. Mit «Ulisse» (1641) und «Poppea» (1642) habe er sich als konkurrenzloser Großmeister der jungen Gattung verewigt. Doch...
