«Ali Baba» war nur der Anfang
Französische Operette, das ist in Deutschland fast immer Jacques Offenbach. Der aber war ja eigentlich Kölner und starb bereits 1880, als das Genre stilistisch gerade in voller Blüte stand. Zu Offenbachs Zeit war aber auch ein gewisser Florimond Ronger, genannt Hervé, sehr beliebt, zu dessen bekanntesten Stücken «Le petit Faust» und «Mam’zelle Nitouche» gehören. Und nach dem Mozart der Champs-Elysées kamen im 19.
Jahrhundert mindestens noch André Messager mit «Véronique», Louis Varney mit «Les Mousquetaires au couvent», Robert Planquette mit «Les Cloches de Corneville» und Edmond Audran mit «La mascotte», um nur die berühmtesten Titel zu nennen. Und im 20. Jahrhundert wären zumindest noch Reynaldo Hahn mit «Ciboulette» sowie Henri Christiné mit «Phi-Phi» und «Dedé» erwähnenswert.
Alle diese Werke werden zwar selbst in Frankreich nur noch selten auf den Spielplan gesetzt, aber es gibt sie auf CD. So wie auch die drei berühmtesten Werke des hier bisher ausgesparten Charles Lecocq (1832-1918), «La Fille de Madame Angot», «Giroflé-Girofla» und «Le Petit Duc». Hier nun setzt die Arbeit der in Venedig beheimateten Stiftung Palazzetto Bru Zane ein, die sich, dank des Vermögens einer ...
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Opernwelt Juli 2014
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Manuel Brug
Es sind pubertierende Jugendliche – sechs Solisten sowie die von acht Mitgliedern des Chors Barock vokal Mainz dargestellten Nymphen und Hirten –, die Tatjana Gürbaca in ihrer bestürzend simplen, aber umso eindringlicheren Inszenierung von Johann Adolph Hasses Pastoralspiel «Leucippo» auf die Bühne des Schwetzinger Rokokotheaters zitiert. Es geht darin um die...
Frau Meyer, im Herbst 2015 wird das Haus am Offenbachplatz wiedereröffnet. Dann gibt es auch einen neuen Generalmusikdirektor – François-Xavier Roth, derzeit noch beim SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, wird Nachfolger von Markus Stenz. Oper war bisher nicht Roths Schwerpunkt. Was haben Sie miteinander vor?
Die Details kann ich natürlich noch nicht...
Drei Jahrzehnte waren ihr zunächst vergönnt. Beginnend mit der Uraufführung im April 1801 zur Eröffnung des Teatro Nuovo in Triest, dem heutigen Teatro Verdi, bis zu einer noch verbuchten Produktion in Palermo anno 1831. Dann sah es lange düster aus für «Ginevra di Scozia» von Simon Mayr. Für den dreistündigen Zweiakter bediente sich der bayrisch-italienische...
