460 Millionen
Die Sanierung der Oper und des Schauspielhauses in Köln gleicht einer Tragödie mit unzähligen Akten. Und noch weiß niemand, wie viele noch kommen werden, ein Ende des Dramas ist nicht abzusehen. Wenn das in die Jahre gekommene, von dem Kölner Architekten Wilhelm Riphahn entworfene Nachkriegsensemble am Offenbachplatz erst einmal wiederhergestellt und modernisiert sei, würden die Städtischen Bühnen auch wieder eine erste Adresse in der deutschen, gar internationalen Theaterszene, hofften die Kulturpolitiker der Rhein-Metropole.
War die Oper nicht 2012 in der «Opernwelt»-Kritikerumfrage zum «Haus des Jahres» gewählt worden? Und hatte sie nicht einst ein Solistenensemble, um das selbst größere Häuser Köln beneideten? Dass vor vier Jahren auch der Titel «Ärgernis des Jahres» an das Musiktheater der Domstadt ging, hatte man lieber weggeblendet. Optimismus war angesagt, es könne nur besser werden, hörte man allenthalben. Zwar war Köln bald tatsächlich wieder in den Schlagzeilen. Allerdings handelten sie nicht von dem erhofften künstlerischen Revival. Sondern von schlampiger Planung, Pfusch am Bau und insolventen Firmen. Von explodierenden Kosten und der Schmach, dass die für November ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Jahrbuch 2016
Rubrik: Chronique scandaleuse, Seite 61
von Tim Attenberger
Oper aus dem Internet? Nicht lange her, dass der anspruchsvolle Fan entsetzt die Nase rümpfte. Wackelnde Bilder plus mieser Klang – das wollte sich kaum ein Homo classicus antun. Doch Online-Programme in High-Defintion-Qualität gewinnen stetig an Bedeutung. Nicht nur private Anbieter setzen aufs Netz, um Mitschnitte aktueller und historischer Aufführungen zu...
Eine «glänzende Charakterstudie» lieferte Matthias Klink nicht nur als «verklemmt-arroganter» Dichter in Philippe Boesmans’ Schnitzler-Oper «Reigen» (auf dem Foto mit
Melanie Diener; OW 6/2016). An seinem Stuttgarter Stammhaus gab er in Strauss’ «Salome» einen Herodes von zwingender Intensität: ausgefeilt das Spiel, klangschön, deklamatorisch, «ohne...
1. Uraufführung
2. Wiederentdeckung
3. Aufführung
4. Regie
5. Bühne
6. Kostüme
7. Dirigent(in)
8. Sänger(innen)
9. Nachwuchskünstler(innen)
10. Opernhaus
11. Orchester
12. Chor
13. Ärgernis
14. Buch
15. CD/DVD
John Allison
London
Opera, Sunday Telegraph
1. Elena Langers «Figaro Gets a Divorce» an der Welsh National Opera
2. Martinus «Tri sestri» in Ostrava
3. Strauss’...
