Zukunft aus der Vergangenheit

Insgesamt 32 Künstlerinnen und Künstler haben für 16 Industriemuseen in Nordrhein-Westfalen verschiedene Medienkunstinstallationen geschaffen. Mit „Futur 21“ war das große vierwöchige Festival überschrieben, mit dem die Museen der Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland mit jeweils zwei Arbeiten bespielt wurden, die Impulse für die Zukunft von Kunst, Industrie und Kultur setzen. Eine der zwei Arbeiten bleibt den Museen jeweils erhalten.

Bühnentechnische Rundschau - Logo

Die Standorte der Industriemuseen sind hybride Orte, an denen ebenso eine aus der Vergangenheit hergeleitete Identität als auch eine in der Gegenwart verankerte und in die Zukunft gerichtete Identität gestiftet wird. Es werden Barbarafeste gefeiert, Ausstellungen innovativ szenografiert und Zukunftslabore ermöglicht. Natürlich tragen alle Orte immer Geschichte, Gegenwart und Zukunft in sich, aber an den alten Industriestandorten, und darunter besonders an den ehemaligen Zechen, werden die drei Zeitebenen aktiv gelebt.

Auf der Zeche Hannover in Bochum heißt das also am Karsamstag 2022: Osterfeuer des Fördervereins, die aktuelle Ausstellung „Vom Schuften und Chillen. Warum wir arbeiten“ und neuerdings auch noch eine elfkanalige Klanginstallation von Zorka Wollny. „Singing Machine“ ist ab dem 16.3.2022 dauerhaft während der Öffnungszeiten im Museum zu sehen“, heißt es auf der Website www.futur21.de. Stimmt leider nicht. Auf dem ganzen Gelände deutet nichts darauf hin, dass hier eine Arbeit eines sehr großen Medienkunstfestivals zu hören ist. Auch auf der Website der LWL-Museen findet sich kein Hinweis und keine Verlinkung zu Futur 21, die Mitarbeiterin im Museumsshop erklärt mir um 15 ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

BTR Sonderband 2022
Rubrik: Produktion / Technik, Seite 30
von Antje Grajetzky

Weitere Beiträge
„Wir haben eine sehr große Lernkurve vor uns“

Themen rund um neue Technologien und Digitalität für eine Zukunft des Theaters stehen im Mittelpunkt der digital.DTHG (www.digital.dthg.de). Mit dem Forschungsprojekt „Im/material Theatre Spaces“ möchte sie die Innovationskraft des Theaters und seiner Akteure bündeln und so einen Beitrag leisten, um die Zukunftsfähigkeit der Theater zu fördern.

Ein...

Forschungsprojekt für die Gesundheit

Aus einem Kelch in der rechten Hand züngelt die sich um den Ellbogen windende große Schlange eine Flüssigkeit: Medizin. Hygieia ist die Göttin der Gesundheit und Prävention. Aus dem Kelch zu trinken verspricht Heilung und Wohlbefinden. Aber jede Medizin birgt eine Gefahr – das Gift der Schlange. Das Forschungsprojekt Hygieia, eine Kurzform für Hygienekonzept und...

„Der Funke wird überspringen“

Katharina Schantz: Herr Sickel, die „Oper am Luisenpark“ (OPAL) wird eine der Interimsspielstätten für die Opernsparte des Nationaltheaters. Sie haben die intensive Suche gesteuert. Worauf haben Sie geachtet? 
Marc Stefan Sickel (MSS): Ein Bühnenraum hat sehr spezifische Anforderungen, die sich innerhalb der jeweiligen Sparten noch einmal stark unterscheiden. Die...