Wechselhaft
Wechselhaft, dieses Adjektiv hat mit dem Wetter in diesem Sommer einen eindeutig negativen Beigeschmack bekommen. Dabei können Wechsel durchaus positiv sein, zeugen sie doch von Bewegung. Aber wie beim Wetter entsteht mitunter eine Sehnsucht nach Stetigkeit – auch angesichts der rasanten Veränderungen in der Welt erscheint sie als bessere Aussicht. Das fanden viele Anhänger der Volksbühne, die die Intendanz von Frank Castorf gern endlos verlängert hätten. Doch der Wechsel kommt, wir berichten.
Von Wechsel und Wandlung zeugt das Lebenswerk von rosalie, die im Juni verstarb. Vom Bühnenbild zur Lichtinstallation führte ihre Kunst. Sie hat neue Wege der Bühnenkunst beschritten, auch indem sie Licht und Raum neue Bedeutungen zumaß. Wie diese sich aktuell entwickeln, war im bisherigen Festspielsommer schön zu beobachten, unter anderem bei der Sommerszene Salzburg oder den Thunerseespielen.
Wechselhaft sind unsere aktuellen Meldungen im Fokus. Wieder einmal gibt es zahlreiche Meldungen zu neuen Sanierungsvorhaben, aber auch zu Problemfällen. In Rostock, Nürnberg, Stuttgart, Augsburg, Frankfurt/Main oder Bonn werden aktuell Baupläne geschmiedet. Die Beispiele Köln und Elbphilharmonie ...
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BTR Ausgabe 4 2017
Rubrik: Auftakt, Seite 1
von Red.
Im Rahmen der Stage|Set|Scenery 2017 wurde am 20. Juni in Berlin zum zweiten Mal der Branchen-Award Der Weltenbauer verliehen. Um die Vielfalt kreativer technischer Lösungen angemessen würdigen zu können, ehrte die Jury nicht wie beim letzten Mal ein, sondern vier Teams. Zudem riefen die Veranstalter den international ausgelobten Weltenbauer Youngsters.Award ins...
Feuer und Flamme gehören in Frankreich fest zur szenografischen Kultur. Es lodert sowohl unter den Füßen von Tangotänzern als auch in den Höhen des Eiffelturms. Künstlerische Ensemble wie Groupe F oder Kompanie Bilbobasso haben sich auf Feuereffekte spezialisiert und sich mit ihrem hochspezifischen Know-how einen lukrativen Markt erobert. Von gigantischen Pyroshows...
Eine vergängliche Spielstätte
Das Kulturfestival Origen eröffnete Ende Juli einen roten, etwa 30 Meter hohen Theaterturm – auf dem Julierpass in 2300 Metern Höhe. Zur Einweihung und bis Mitte August wurde die Oper „Apokalypse“ des 2012 verstorbenen Bündner Komponisten Gion Antoni Derungs gespielt. In dem Werk erzählten skurrile Figuren, apokalyptische Reiter,...
