„Verweile doch“
Das berühmte Faust-Zitat war der Titel der Eröffnungsveranstaltung der Staatsoper Unter den Linden. Ja, verweilen wollten alle gern, vor allem die für den Bau Verantwortlichen. Endlich wird eine der großen Berliner Baustellen geschlossen, nachdem das Haus sieben lange Jahre und mit fast verdoppelten Kosten saniert wurde. In einer „Präludium“ genannten Eröffnungswoche konnte das Publikum schon mal einen ersten Eindruck gewinnen. Aber das Haus wurde für Endarbeiten noch einmal geschlossen, am 7. Dezember beginnt der Spielbetrieb.
Verweilen lohnte sich derweil in dieser Festivalsaison wieder an illustren Schauplätzen. Wir berichten über Interessantes auf und hinter der Bühne. So zeigten die Bregenzer Festspiele eine „Carmen“-Produktion, die auf der Seebühne in ein spektakuläres Bühnenbild aus gigantischen Kartenhänden eingebettet war. Bei den Bayreuther Festspielen sorgte in der provokanten Inszenierung von „Die Meistersinger von Nürnberg“ von Barrie Kosky der gigantische, plötzlich hochschnellende Kopf eines Karikatur-Juden für Furore. Die Nibelungen-Festspiele in Worms machten mit einer originellen Adaptation des Siegfried-Stoffes in einer effektvollen und großformatigen Inszenierung ...
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