„Verweile doch“
Das berühmte Faust-Zitat war der Titel der Eröffnungsveranstaltung der Staatsoper Unter den Linden. Ja, verweilen wollten alle gern, vor allem die für den Bau Verantwortlichen. Endlich wird eine der großen Berliner Baustellen geschlossen, nachdem das Haus sieben lange Jahre und mit fast verdoppelten Kosten saniert wurde. In einer „Präludium“ genannten Eröffnungswoche konnte das Publikum schon mal einen ersten Eindruck gewinnen. Aber das Haus wurde für Endarbeiten noch einmal geschlossen, am 7. Dezember beginnt der Spielbetrieb.
Verweilen lohnte sich derweil in dieser Festivalsaison wieder an illustren Schauplätzen. Wir berichten über Interessantes auf und hinter der Bühne. So zeigten die Bregenzer Festspiele eine „Carmen“-Produktion, die auf der Seebühne in ein spektakuläres Bühnenbild aus gigantischen Kartenhänden eingebettet war. Bei den Bayreuther Festspielen sorgte in der provokanten Inszenierung von „Die Meistersinger von Nürnberg“ von Barrie Kosky der gigantische, plötzlich hochschnellende Kopf eines Karikatur-Juden für Furore. Die Nibelungen-Festspiele in Worms machten mit einer originellen Adaptation des Siegfried-Stoffes in einer effektvollen und großformatigen Inszenierung ...
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After seven years’ renovation, the State Opera was officially reopened on 3 October 2017, German Unification Day. A week-long programme consisting of two opera performances and three concerts – known as the prelude – provided a taster before the theatre was closed again to the public for completion. The first season in the freshly renovated theatre is due to begin...
Seit 2002 werden vor dem Wormser Dom die Nibelungen-Festspiele inszeniert. In diesem Sommer reiste das Ensemble in der Uraufführung von „GLUT. Siegfried in Arabien“ nach Persien – im Zug und über Wüstensand. Das Stück des Autors Albert Ostermaier verband historische Ereignisse aus dem Jahr 1915 mit dem Nibelungen-Stoff. Bühnenbildnerin Irina Schicketanz und...
Eine steinerne Bogenbrücke wurde zum Walfänger-Schiff, der Schweizer Wohlensee zum Ozean – vier Wochen lang, an vier Abenden in der Woche spielte die Berner Gruppe VOR ORT – bei jedem Wetter. „Moby Dick“ auf dem See lieferte keine fertigen Bilder, sondern viel Raum für Assoziationen. Mit der Audioproduktion, einem wichtigen Teil des Stücks, konnte das Publikum...
