Starke Frauen und suggestive Filmbilder
Prominente Frauen standen bei den Salzburger Festspielen vom 21. Juli bis zum 30. August im Zentrum des Interesses: Anna Netrebko als Prinzessin Aida, Lina Beckmann als Kindsmörderin Rose Bernd sowie die drei Darstellerinnen für Wedekinds Lulu – Anna Drexler, Isolda Dychauk und Ariane Labed.
Inszeniert wurden die drei Stücke von Regisseurinnen – wie werden diese starken Frauenfiguren der Theatergeschichte mit Bühnenbild, Projektionen und Licht in Szene gesetzt?
Helga Rabl-Stadler zeichnet seit 1995 als Präsidentin hauptverantwortlich für die Salzburger Festspiele. Diese Saison, nach 47 Berufsjahren, wollte sie ihren Vertrag nicht mehr verlängern, doch der neu verpflichtete Intendant, Markus Hinterhäuser, bat die erfahrene „Außenministerin der Festspiele“ zu bleiben. Macht bedeutet für sie „die Möglichkeit und den Auftrag zu gestalten“; Frauenthemen kommen daher nicht zu kurz. Als erste Frau für die Leitung der Abteilung Schauspiel konnte Bettina Hering gewonnen werden. In dieser Saison feierte sie starke Frauenfiguren, was Helga Rabl-Stadler positiv hervorhebt: „Mich freut es, dass wir mit ,Rose Bernd‘ erstmals ein Stück von Gerhart Hauptmann im Spielplan haben. Er war vom ersten ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Besonders eine Figur dominierte die Berichterstattung über die Neuinszenierung bei den Bayreuther Festspielen: ein gigantischer Judenkopf. Er kommt aus der Unterbühne und wird szenisch aufgeblasen – lautlos. Der Konstrukteur stellt die technische Realisierung der Erfindung vor, aber auch die Unterkonstruktion zum Transportieren des schweren Bühnenbilds, das nach...
Alle drei Jahre wechselt die Intendanz der Ruhrtriennale – die von Johan Simons trägt ihre ganz eigene Handschrift: Die Einbeziehung neuer Spielorte, ein Festivalzentrum an der Jahrhunderthalle und möglichst pure Räume waren drei Schwerpunkte des Niederländers. Der Chefdramaturg Jan Vandenhouwe und der stellvertretende Technische Direktor Benjamin zur Heide haben...
The Greek director and stage designer Dimitris Papaioannou gained international renown with his production of the opening and closing ceremonies for the 2004 Olympic Games in Athens. Since then, he has become a firm fixture on the international theatre scene. With his fragmentary worlds of bodies and materials, he creates compelling images that really get under the...
