Spiel in zwei Häusern – mehr als Skype-Theater
Zwei Aufführungen in zwei Städten, die so tun, als wären sie eine: Kay Voges’ Inszenierung „Die Parallelwelt“ fürs Berliner Ensemble und das Schauspiel Dortmund ist ein groß angelegtes Experiment zur im Programmheft so formulierten Frage: „Welche Möglichkeiten und Verpflichtungen eröffnet der digitale Raum dem Theater?“ Unsere Autorin hat die Inszenierung im Berliner Ensemble besucht und sich mit Regisseur Kay Voges und Videokünstler Mario Simon unterhalten.
Mitte September hatte „Die Parallelwelt“ in Dortmund und Berlin synchron Premiere – in beiden Städten setzt das Bühnengeschehen sich aus dem Live-Spiel vor Ort und der Live-Übertragung aus der anderen Stadt zusammen. Erzählt wird, ganz einfach und eigentlich so linear wie nur möglich, ein Leben von Geburt bis Tod – wobei Protagonist Fred in Berlin zu Anfang geboren wird, in Dortmund wird seine Geschichte vom Tod her rückwärts erzählt. Beide Erzählungen, die die Zuschauer in beiden Städten also nebeneinander ablaufen sehen, treffen sich in der Mitte in einer ausgedehnten Hochzeitsszene, in der die beiden identisch kostümierten Spielteams sich der Existenz der jeweils anderen Realität bewusst werden und einen, natürlich ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 6 2018
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 72
von Sophie Diesselhorst
Aus Anlass der bevorstehenden Generalsanierung des Nationaltheaters Mannheim ist die Ausstellung „Große Oper – Viel Theater?“ über aktuelle Bauprojekte von europäischen Theater-, Opern- und Konzerthäusern bis zum 26. Dezember im Foyer des Hauses zu sehen. Die großformatige Ausstellung wurde um Dokumente zu Vergangenheit und Zukunft des Nationaltheaters erweitert....
Um es vorwegzunehmen: Ja, Ozon ist als Gefahrstoff eingestuft. Als starkes Oxidationsmittel kann es zu Reizungen in Atemwegen und Augen führen. Doch schon der Arzt, Alchemist und Philosoph Paracelsus (1493–1541) sagte: „Alle Ding’ sind Gift und nichts ist ohn’ Gift – allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“ Auch Ozon, angewendet in der richtigen...
Prunk und Pracht, Glimmer und Glitzer – Prinzessinnen und Päpste locken ins Theater und Museum in New York. Nach dem erfolgreichen Animationsfilm „Frozen“ gibt es nun auch eine Disney-Version für die Bühne des St. James Theatre, mit einer strassbehangenen „Eiskönigin“. Im Metropolitan Museum of Art glänzten klerikale Gewänder mit Haute-Couture-Roben um die Wette:...
