Schweben und Tanzen im „Garten der Lüste“
Es bedurfte zweier Bildschirme und einiger technischer Tricks, um Hieronymus Boschs Dreitafelbild „Der Garten der Lüste“ in ein Werk für die Bühne zu verwandeln. Die kanadische Artistenkompanie Les 7 Doigts de la Main (Die 7 Finger der Hand) zeigt in ihrer Produktion „Bosch Dreams“ eine kunstvolle Integration von Live-Artistik in einen Animationsfilm. Die skurrilen, schwebenden Figuren erwecken das Gemälde zum Leben.
Wie integriert man Live-Artistik in einen Animationsfilm, der noch dazu in einer surrealen Welt spielt? Wie schafft man Figuren, die zwischen Bühne und Leinwand hin und her gleiten wie Pizzabäcker zwischen Tür und Angel? Die Szenografie von „Bosch Dreams“ beruht auf synchron koordiniertem Splitting der Videoanimation, aufgeteilt auf zwei Leinwände. Dazwischen fügen sich die Akrobaten. Klingt einfach, benötigt aber nicht nur Fantasie, sondern auch technische Fertigkeit. Die Artisten der Kompanie Les 7 Doigts de la Main (Die 7 Finger der Hand) aus Montreal sind die ersten realen Menschen, die in Hieronymus Boschs „Garten der Lüste“ die Schwerkraft auf die Probe stellen. Sie fliegen durch die Lüfte, in einer Leichtigkeit, die selbst Boschs Visionen übertrifft, und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 2 2018
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 56
von Thomas Hahn
The English theatre tradition goes back to Shakespeare, whereas German theatre building goes back to the Italian model. In the second half of the past century, traditions were questioned everywhere. New concepts with frontal stages and large foyers were built, resulting from an international dialogue. In his essay, the author shows the relation between theatre...
Vom 24. bis zum 25. Januar ging es auf dem XVIII. Szenografie-Kolloquium im Dortmunder Museum DASA um den Einsatz digitaler Medien in Ausstellungen und Museen. „Cross Media – Vom Nutzen und Selbstzweck des Digitalen“ war die diesjährige Ausgabe des Treffens der Szenografen überschrieben. 250 Besucher aus Forschung und Praxis nahmen teil und diskutierten den Nutzen...
Die Firmenzentrale des Unternehmens Adolf Würth befindet sich südlich der Stadt Künzelsau. In unmittelbarer Nähe hat der Unternehmer Prof. Dr. Reinhold Würth für seine Frau Carmen zum 80. Geburtstag nach Plänen von David Chipperfield Architects Berlin das Carmen Würth Forum mit einer Veranstaltungshalle und einem Kammermusiksaal als ersten Bauabschnitt errichten...
