Rahmen und Räume
Für das meistgespielte Drama hierzulande entstand an der Volksbühne Berlin ein ungewöhnliches Bühnenbildkonzept, das nicht nur inhaltlich auf die Hauptfigur zugeschnitten ist, sondern auch in das knappe zeitliche und finanzielle Budget des Hauses passt. Was es dabei zu berücksichtigen gab und wie die technische Realisierung letztlich vonstattenging, berichten die Bühnenbildnerin und der Konstrukteur.
Zu dieser Produktion an der Volksbühne Berlin erklärt Dramaturg Florian Feigl Folgendes: „Wedekinds Stück ‚Lulu‘, bestehend aus den Dramen ‚Erdgeist‘ und ‚Büchse der Pandora‘, hat eine wechselhafte Entstehungs-, Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte: Umschreibungen, Privataufführungen, Verbote, schließlich Überarbeitung zum Drama Lulu. Die Figur inspirierte zu Stumm- und Tonfilmen, der Oper von Alban Berg, einer Umsetzung von Robert Wilson mit Musik von Lou Reed, einer ersten Aufführung des Urtexts 1988 in der Regie von Peter Zadek in Hamburg. Stück wie Aufführungsgeschichte erzählen eine Geschichte der Projektionen und Lulu ist deren Objekt: Eine historische Fallstudie mit erschreckender gesellschaftlicher Aktualität. Für die Auseinandersetzung zentral war das Anliegen, Lulu zum ...
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BTR Ausgabe 5 2019
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 52
von Barbara Ehnes und Sascha Gierth
Um Shows zu präsentieren und die Sprachverständlichkeit zu garantieren, setzen Veranstaltungs- und Theaterproduktionen drahtlose Mikrofone ein. Mit den Digitalen Dividenden 1 und 2 hat der kreative Sektor etwa 50 Prozent seines Frequenz-spektrums verloren – ein Mangel, der Produktionen massiv einschränkt. Das von der Politik versprochene Ersatzspektrum ist bislang...
Im Sommer erlebten 180.686 Zuschauer die effektvolle Inszenierung von Verdis „Rigoletto“ auf der Bregenzer Seebühne. Die künstlerische Idee von Regisseur und Bühnenbildner Philipp Stölzl – eine überdimensionale, wandelbare Bühne aus Kopf, Kragen und zwei Händen -– ist überraschend beweglich. Für die Bregenzer Technik-Crew, erfahren im opulenten Bühnenbau, war...
Vom 21. August bis zum 29. September bespielte die Ruhrtriennale mit 35 Produktionen und Projekten 14 Spielorte im Ruhrgebiet. Es war die zweite Spielzeit unter der Intendanz von Stefanie Carp – von ungeteilter Begeisterung für die aktuelle Ausgabe konnte keine Rede sein. Dennoch lohnt sich ein Blick zwischen Kunst und Technik auf zwei herausragende Produktionen,...
