Licht-Patente für Bühnenbeleuchtung
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts veränderte die Entwicklung der elektrischen Beleuchtung die Bühnenbilder rasant. An diesem Umbruch wirkte auch Allround-Künstler Alexander von Salzmann mit, der zugunsten der Bildungsanstalt Hellerau von 1913 bis 1915 vier Patente für Beleuchtungskonzepte anmeldete.
Anlässlich des Tanzfestivals „Rekonstruktion der Zukunft – Raum, Licht, Bewegung“ berichtete die BTR in der Ausgabe 6/2017 über die Geschichte des Festspielhauses Hellerau und seine Gründungsväter Adolphe Appia, Emile Jacques-Dalcroze, Heinrich Tessenow sowie über Alexander von Salzmann. Salzmann war jener geniale praktische Allrounder, den Appia brauchte, um nach vielen Jahren der theoretischen Auseinandersetzung seine Konzepte der Inszenierung von Bühne und Licht endlich umzusetzen. In den Jahren 1912/13 gelang allen vier Künstlern gemeinsam der große Wurf mit der Inszenierung von „Orpheus und Eurydike“. In dem abstrakten und „selbstleuchtenden“ Theaterraum von Hellerau wurde die Theatermoderne eingeläutet.
Alexander von Salzmann ist in seinem Leben viel herumgekommen und hat die unterschiedlichsten Tätigkeiten ausgeübt. 1874 in Tiflis geboren, begann er 1892 ein Studium der Malerei ...
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BTR Ausgabe 2 2018
Rubrik: Thema: Licht & Ton, Seite 40
von Horst Birr und Daniela Bürgin
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