Erfolgreich am Herzen operiert
Sieht man vom Bühnengeschehen ab, dann ist der neue Teppich im Saal inklusive Rang das Einzige, was Besucherinnen und Besucher des Schauspielhauses Leipzig nach dem jüngsten Umbau direkt wahrnehmen. Den Belag auszutauschen lag nahe, denn Fußböden mussten geöffnet werden, um Kabelverbindungen zwischen Technikplätzen und Bühne zu sanieren und zu ertüchtigen. Einmal dabei, sind sämtliche 660 Polsterstühle in ihre Einzelteile zerlegt, tiefengereinigt und gewartet worden.
Belag und Gestühl sind wichtig, für Theatertechniker dennoch eher eine Randnotiz.
Im Haus an der Bosestraße hat sich 2025 über Monate hinweg viel, viel mehr getan. Hinter der Bühne, hinter Wänden, in weiten Teilen des Gebäudes. Geschaffen wurde nicht weniger als eine „technische Grundlage für zukünftige Inszenierungen“, meldete das Haus. Dazu gehören 35 Kilometer neue Kabel.
Moderne Inspiziententechnik
Raumgreifend baut sich das neue Inspizientenpult im Hinterland der Großen Bühne auf. Sechs ausladende Monitore brauchen Platz – vier von ihnen strecken sich daher wie Flügel seitlich aus dem fahrbaren Pultschrank. Das Herz für die Steuerung einer Vorstellung im Schauspiel Leipzig ist verjüngt und stärker geworden. Die ...
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BTR Sonderband 2026
Rubrik: Bau/Betrieb/Sanierung, Seite 21
von Karsten Blüthgen
Wie bringt man die Welt der Extended Reality mit der der Bühnen zusammen? Und wie könnte eine digitale Bühne der Zukunft aussehen? Der Künstler Norbert Pape arbeitet seit geraumer Zeit intensiv zu diesen Fragen, indem er versucht, die Bildwelten abzumischen: Dazu nutzt er Technologien der Mixed Reality (MR), von einem Feld also, das sich neben Virtual Reality und...
Staatstheater Augsburg: immer noch verhaltener Fortschritt
Nach dem Architektenwechsel (HENN, München) für das Bauteil 2 (die Neubauten Kleines Haus und das Betriebsgebäude) im Frühjahr 2025 hat das Architekturbüro HENN im Spätsommer 2025 auch die weitere Planung für das denkmalgeschützte Große Haus (Bauteil 1) übernehmen können. Damit liegt die Verantwortung für...
Es muss etwa 2012 gewesen sein, als ich (Albrecht Löser), Konstrukteur an der Semperoper Dresden, zum ersten Mal von einem erschwinglichen Selbstbausatz für einen 3D‑Dru‑ cker hörte. Rund 2000 Euro kostete das Gerät – winzig im Bauraum, aber so simpel konstruiert, dass ich mir sofort vorstellen konnte, die Achsen beliebig zu verlängern. In einem Tagtraum sah ich...
