Ein großer Schritt in die Zukunft

Neubau der Dekorationswerkstätten der Hamburgischen Staatsoper

Bühnentechnische Rundschau - Logo

Seit 1957 waren die Werkstätten der Hamburgischen Staatsoper in der alten Schiffbauversuchsanstalt untergebracht. Im August 2018 zog das Produktionszentrum an einen neuen Standort: Auf dem Gelände des ehemaligen Huckepackbahnhofs wurde der Neubau Mitte November eröffnet. Die Autorin, Leiterin der Dekorationswerkstätten, weiß aus langjähriger Erfahrung, welche Bedingungen moderne Werkstätten erfüllen sollten, und war in der Planung und beim Bau maßgeblich beteiligt.

So wie sich der Kulissenbau verändert hat, haben sich auch die Anforderungen an die technischen und räumlichen Gegebenheiten verändert. Die Dekorationen wurden in den vergangenen Jahrzehnten immer größer, technischer und damit schwerer sowie komplexer. Kulissen aus Lattenrahmen, bespannt mit bemaltem Nessel finden wir heute kaum noch. Stattdessen entwerfen die Bühnenbildner zum Beispiel Schweizer Taschenuhren im Großformat, alles dreht sich und bewegt sich und gleichzeitig läuft der ganze Chor einmal quer durch das Uhrwerk. Stahlbau, präziseste Bauweise, Antriebe, Steuerung, Sicherheitstechnik, aufwendige Vormontage und die Kunst der richtigen Trennung kommen dabei zusammen. Die Einzelteile sollen natürlich möglichst ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

BTR Sonderband 2019
Rubrik: Thema: Bau & Betrieb, Seite 56
von Stefanie Braun

Weitere Beiträge
Lobeshymne auf mehr als eine Bibliothek

Die skandinavischen Länder überraschen nicht nur mit ihrer Bildungspolitik. Wie sich an verschiedenen Beispielenbeschreiben lässt, ist ihre Kulturpolitik vom Willen einer starken Bürgerbeteiligung geleitet. So konnte Helsinki eine langjährige Diskussion zum Bau einer 100-Millionen-Euro-Bibliothek führen, die in ihrer Funktionalität zukunftsweisend und ihrer...

Vom Bierdeckel zum Plansatz

Die Konstruktionsabteilungen vieler Opern- und Theaterhäuser schaffen kaum noch das von ihnen geforderte hohe Pensum. Oft müssen externe Firmen aushelfen – etwa MWB: Die Berliner konstruieren für Bühne, Ausstellung, Kunst oder Event und liefern mit ihren CAD-Plänen die Grundlage für die Herstellung in den Häuser sowie im eigenen Betrieb. Die zwei Geschäftsführer...

Technik für Poesie

Leonardo da Vinci hat die Kanäle gebaut, auf denen die Steine für den Mailänder Dom herbeigeschafft wurden. Heute ist die Me-tropole in der Poebene ein florierender Ort, bekannt für Mode und Design. Im Norden der Stadt befindet sich ein Großteil der Möbeltischler, die das „Made in Italy“ berühmt machten. Auch die Ausstattungsfirma Allestimenti Arianese hat hier...