Das Bildnerische im Darstellenden
In Theatersammlungen wird bekanntlich das gesammelt, was vom Theater übrig bleibt – von der ersten Skizze bis zur Kritik. Das Archiv Darstellende Kunst der Akademie der Künste verfolgt einen biografischen Ansatz der Theaterhistoriografie mit insgesamt 380 Künstler:innenarchiven und 25 thematischen Sammlungen. Davon stammen 51 Personenarchive von namhaften Bühnen- und Kostümbildner:innen des 20. und 21. Jahrhunderts, die durch die Sammlungen Theaterzeichnungen und Bühnenbild ergänzt werden.
Ein Blick in die Bühnen- und Kostümbildbestände des Archivs Darstellende Kunst zeigt, dass sich hier vor allem Material aus dem Produktionsprozess befindet: Skizzen, Entwürfe, Notizen, Stücktexte, Recherchematerial, Modelle, Fotos etc. Der Produktionsprozess umfasst im Bühnenbild die Zeitspanne vom Konzept bis zur technischen Einrichtung und im Kostümbild von der ersten Idee bis zur Anprobe. In den Archiven der Bühnen- und Kostümbildner:innen ist vor allem der künstlerische Produktionsprozess überliefert, also alles, was gezeichnet, modelliert, gesammelt und notiert wird, bis es zur Werkstattabgabe kommt. Material aus dem technischen Produktionsprozess findet sich nur vereinzelt. Das fertige ...
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BTR Ausgabe 1 2026
Rubrik: Tagungen und Ausstellungen, Seite 56
von Katja Weingartshofer
Nicht nur für große Werke wie Oratorien bieten die weitläufigen Hallen des ehemaligen Flughafens Tempelhof großzügige Flächen. Auf Klassik-Formate folgte im letzten September ein Rockspektakel: „Jesus Christ Superstar“ wurde an 14 Abenden aufgeführt – die Passionsgeschichte als ein Feuerwerk aus Bildern, Effekten und Klängen inszeniert. Der international tätige...
Bei allen Pariser Turbulenzen zum Jahresende geriet die Eröffnung der neuen, direkt gegenüber dem Louvre gelegenen Fondation Cartier etwas in den Hintergrund. Dabei ist alles miteinander verbunden: Da war einerseits der Konflikt um das für die Pariser Bevölkerung so emblematische Kaufhaus BHV, den Bazar de l’Hôtel de Ville in der Rue de Rivoli, die direkt zur neuen...
Am 10. Dezember 2025 also Brandenburg. Kein Brand, sondern eine Flutung – mit inzwischen insgesamt geschätzt über 110 Millionen Euro Schaden. Wieder ein Theater, das nicht an dem scheitert, wovor wir uns seit Jahrzehnten mit größtem Aufwand schützen, sondern an realen, bekannten und vielfach beschriebenen Risiken (siehe auch BTR 3/2024 und https://books.dthg.de/pro...
