Adam und Eva im Kosovo

Im Rahmen der Ausstellung „Petrit Halilaj. An Opera Out of Time“ zeigt der Künstler neben anderen Exponaten auch sein erstes Opernwerk „Syrigana“ als Museumsfassung: Musik, Elemente des Bühnenbilds und die außergewöhnlichen Kostüme sind als Installation im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart in Berlin bis zum 31. Mai zu erleben. Zum Abschluss wird es auch Live-Aufführungen geben

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Der Künstler Petrit Halilaj wurde 1986 in Runik (Kosovo) geboren und musste von dort wegen des Kriegs (1998–1999) mit seinen Eltern fliehen. Als 13-Jähriger landete er in einem Flüchtlingslager, wo er begann, seine traumatischen Erlebnisse mithilfe von Buntstiften zu verarbeiten. Inzwischen lebt er hauptsächlich in Berlin, seine Werke werden international gezeigt, unter anderem im Metropolitan Museum of Art (New York), Museo Reina Sofia (Madrid) oder auf der Biennale in Sydney.

Seit Beginn seiner Karriere entwickelt Halilaj bühnenhafte Arbeiten, die sich um Themen wie Freiheit, Queerness, Begehren, Intimität und Identität drehen. Dabei verarbeitet er persönliche Erfahrungen von Krieg, Exil und kultureller Unterdrückung und sucht zugleich nach einer künstlerischen Sprache, die Gemeinschaft und Verständigung fördert. Im Zentrum seiner ersten institutionellen Einzelausstellung, die sich über fünf Räume in den Berliner Rieckhallen des Hamburger Bahnhofs erstreckt, steht „Syrigana“, Halilajs erste Oper. Das Werk wurde im Juni 2025 im Kosovo uraufgeführt – unter freiem Himmel. Es richtet sich an eine Gesellschaft, die bis heute mit den Folgen des Kosovo-Kriegs und tiefen ...

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BTR Ausgabe 2 2026
Rubrik: Ausstellungen und Festivals, Seite 62
von Julia Röseler

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