Weltreligionen als Video-Oper

Das renommierte Ensemble Modern aus Frankfurt am Main hat zahlreiche zeitgenössische Werke in aller Welt ur- und erstaufgeführt. Diese wurden jetzt auf dem Festival heim.spiele an verschiedenen Orten der Stadt gezeigt. Unsere Autorin hat im Bockenheimer Depot die Video-Oper „The Cave“ des Komponisten Steve Reich und seiner Frau, der Malerin und Video-Künstlern Beryl Korot, angeschaut. Interviews zu Bibeltexten über Abrahams Grabhöhle bilden die inhaltliche Grundlage der Oper.

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Heimspiel für das Ensemble Modern. Es hat sein organisatorisches Zentrum und einige seiner wichtigsten Spiel- und Produktionsstätten in Frankfurt. Das seit 1980 bestehende, demokratisch organisierte Ensemble präsentierte vom 3. Dezember bis zum 5. Januar mit dem Festival heim.spiele zahlreiche Produktionen. Einige sind bisher in der Heimatstadt noch nie, vor sehr langer Zeit oder in einer völligen anderen Fassung dargeboten worden.

Spielorte waren jetzt das Opernhaus, das Franfurt LAB – ein Proben- und Produktionsort in einer ehemaligen Fabrikhalle – und das Bockenheimer Depot. Im Letzteren wurde vom 16. bis zum 21. Dezember „The Cave“ gezeigt. Das Bockenheimer Depot ist der ehemalige Betriebshof der Straßenbahn Frankfurt am Main. Besonders auffallend ist die hölzerne Dachkonstruktion der dreischiffigen Halle, die aus halbkreisförmigen Bogenbindern besteht und auf den Renaissance-Baumeister Philibert de l’Orme zurückgeht. Im Gegensatz zu vielen anderen heutzutage bespielten Industriedenkmälern ist das Bockenheimer Depot zentral in der Innenstadt gelegen und infrastrukturell sehr gut angebunden.

„Am Anfang war das Wort.“ An zwei Computertastaturen spielen Percussionisten rhythmische ...

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BTR Ausgabe 1 2017
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 44
von Antje Grajetzky

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