Unerwartete Zeit für Erneuerungen

Seit Mitte März ist der Proben- und Vorstellungsbetrieb am Theater Bonn eingestellt. Der Spielbetrieb beschränkt sich gegenwärtig auf die Online-Kurzfilmserie „Bonndemie – Lockdown, Liebe, Lagerkoller“. Wie wirkt sich dies auf das Stadttheater mit über 430 Mitarbeitern, drei Spielstätten an zwei Standorten sowie einem Werkstätten- und Probengelände aus? Der Intendant, der Technische Direktor sowie der Leiter der Schreinerei gaben im April und Mai einige Einblicke.

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Wie hat sich der Lockdown auf die Arbeit in den Abteilungen ausgewirkt? Wo ruht der Betrieb, wo und was wird gearbeitet, für welche Tätigkeiten gibt es neue Zeitkapazitäten, und wie kann es weitergehen? Anfang Mai sprach ich darüber telefonisch mit Dr. Bernhard Helmich, Intendant des Theaters Bonn:

 

BTR: Herr Dr. Helmich, ich freue mich sehr, dass Sie sich Zeit nehmen für dieses Gespräch.

Was tun Sie persönlich derzeit?

 

Bernhard Helmich: Viel Unangenehmes: Absagen erteilen, Organisation von Kurzarbeit, Gespräche mit Künstlern, die auf unbestimmte Zeit vertröstet werden müssen. 

 

Wann, denken Sie, wird der Spielbetrieb wieder aufgenommen?

 

Wir erarbeiten Pläne für alle möglichen Szenarien der Wiederaufnahme des Spielbetriebs: im September, im Januar 2021 oder im Frühjahr 2021. Wir stellen Überlegungen an, aber wollen derzeit sicherheitshalber nichts fixieren. Wir machen virtuelle Planungen, führen viele Gespräche und haben dabei relativ viel Zeit, weil wir auf die übliche Veröffentlichungsschiene verzichten. Es wird kein Jahresheft geben, auch vorerst keinen Monatsleporello.

 

Für das Szenario eins können wir relativ sicher sein: Zumindest der Anfang wird nicht funktionieren. ...

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BTR Ausgabe 3 2020
Rubrik: Thema: Bau & Betrieb, Seite 50
von Juliane Schmidt-Sodingen

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