Echter Kunstgenuss
Virtuelle anstatt realer Museumsbesuche – fast schon haben wir uns daran gewöhnt nach der plötzlichen Schließung aller Kultureinrichtungen Mitte März aufgrund der Corona-Pandemie. Das analoge Kulturangebot vor Ort fiel abrupt weg, Reisen in andere Städte wurden verboten, und wir sahen uns zur Kunstbetrachtung in die digitale Museumswelt gezwungen.
Was natürlich ob seiner Grenzenlosigkeit auch viele Vorteile hat: Mal sind wir nach New York ins Museum of Modern Art, mal vielleicht durch den Prado in Madrid gesurft, anschließend auf einer 3D-Tour im Louvre herumspaziert und in den heimischen Museen den fantastischen und lehrreichen Online-Angeboten gefolgt. Eine Weile mag das interessant und vergnüglich sein, befriedigt auf Dauer aber nicht, denn auf Bildschirmkonformität geglättete Kunstwerke ersetzen die Aura und Haptik der Originale nicht. Deshalb ist die Freude groß, dass nach zwei Monaten Shutdown verschlossene Museumstüren nun der Vergangenheit angehören. Die Politik hat die Weichen auf Lockerung und Wiedereröffnung gestellt. Kunstinstitutionen von Dresden über Stuttgart, Frankfurt, Hamburg bis Berlin können unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln wieder Rundgänge ...
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BTR Ausgabe 3 2020
Rubrik: Thema: Bau & Betrieb, Seite 68
von Irmgard Berner
Die Anforderungen an die bühnentechnische Ausstattung der Zukunft – insbesondere für Festinstallationen, aber auch auf Festivals – werden immer anspruchsvoller. Die Erwartungen an die Möglichkeiten zur Verwandlung von Räumen und Szene durch kinetische Anlagen sind in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und führten zu gestiegenen Erwartungen an eine extrem...
BTR: Mr Oberender, you seem to be busy, despite the enforced break. How are you coping with the lockdown?
Thomas Oberender: We are a festival theatre, with a different system than a repertoire theatre, and any events of ours that get cancelled, whether exhibitions or festivals, have at least a year’s preparation behind them. And that certainly makes things...
BTR: Mr Friedrich, your design for the extension of Theaterhaus Stuttgart appears relatively unassuming. In 2018 your firm conducted the feasibility study for the renovation of Frankfurt’s municipal theatre and calculated a cost of 900 million Euros. Rebuilding would probably cost far less. You are known to be an outspoken critic of burgeoning building costs.
Jörg...
