„Spiel an einem fernen, abstrakten Ort“

Vom 27. Februar bis zum 7. März 2026 war in der Potsdamer Friedenskirche eine Opernrarität zu erleben: „Zanaida“ von Johann Christian Bach erzählt eine Geschichte um Treue, Verantwortung und Selbstbestimmung vor historischer Kulisse. Der Einbau von Bühnenbild und Lichttechnik war nur unter strenger Einhaltung der Denkmalschutzauflagen möglich. Ein Gespräch mit der Bühnen- und Kostümbildnerin Judith Philipp und dem Beleuchtungsmeister Silvio Schneider

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Ein Opernabend in Potsdam unter einem Sternenhimmel, und das im Februar! Dieses winterliche Vergnügen hatte das Publikum – über ihm das Sternendekor am Dach der Friedenskirche – einer Schließung zu verdanken. Denn das Neue Palais wird momentan modernisiert, daher konnte das dort ansässige Schlosstheater (BTR 6/2021) nicht als Spielstätte für die Winteroper „Zanaida“ an sechs Abenden dienen. Stattdessen zog das neunköpfige Ensemble samt Orchester, der Kammerakademie Potsdam und deren Dirigentin Johanna Soller, erneut in den Kirchenraum im Schlosspark Sanssouci.

Bereits in den Jahren 2013 bis 2019 wurden dort „Israel in Egypt“, „Theodora“ und „Elias“ aufgeführt. Die jährlich stattfindende Winteroper ist eine Koproduktion der Kammerakademie mit dem Hans Otto Theater Potsdam, was bedeutet, dass die technische Infrastruktur und die jeweilige Ausstattung vom Personal aus dem Theater realisiert wird. Die Friedenskirche wurde nach Entwürfen von Ludwig Persius gebaut, nach dessen Tod von Friedrich August Stüler vollendet und 1848 eingeweiht. Die Gebäudeanlage ist oberitalienischen Klosteranlagen nachempfunden und bezieht romanische Elemente der Kirchenarchitektur dieser Region ein. Für die ...

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BTR Ausgabe 2 2026
Rubrik: Produktionen, Seite 24
von Iris Abel

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