„Sie hatten ein Licht in sich“
Die Lichtplanung für den „Messias“ im Hangar begann etwa ein Jahr vor der Premiere. Lichtdesigner Alessandro Carletti traf sich für die Planung mit Anja Lawrenz, der Technischen Leiterin der Außenspielstätte (BTR 6/2024), und mit Bühnenbildner Paolo Fantini. Eine lange Reise in Bezug auf Budget- und Produktionsfragen begann, erinnert er sich. Konkret für sein Lichtdesign war das Arbeiten mit dem 3D-Viewer hilfreich, so konnte der Designer viele Probleme vorhersehen, die im Raum unweigerlich aufgetreten wären.
Ein grundlegendes Detail habe die Auswahl aller verwendeten lichttechnischen Elemente beeinflusst, erzählt Carletti. Da es in der „Amen“-Szene am Schluss über einem großen Teil der Bühnenfläche regnen sollte, mussten alle an der Hallendecke verwendeten Leuchten über die Schutzklasse IP65 verfügen.
Zwei Lichtdynamiken
Das Beleuchtungskonzept umfasste für die Inszenierung nicht nur den Innen-, sondern auch den Außenbereich vor dem Hangar. In der Hallenwand zum Tempelhofer Feld, die die Bühnenrückwand bildete, gibt es mehr als 30 hohe Glasfenster nach außen. Carletti kreierte dafür zwei Lichtdynamiken – eine äußerst kraftvolle, mit eher spirituellem Charakter und mit der ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 1 2025
Rubrik: Licht, Ton, Produktionen, Seite 37
von Iris Abel
Erste szenische Produktion
Anlässlich des 200. Geburtstags von Johann Strauss im Jahr 2025 feierte seine Operette „Das Spitzentuch der Königin“ im Theater an der Wien Premiere. Die Inszenierung war zugleich die erste szenische Produktion im sanierten Theater – in einem aufwendigen Bühnenbild. Ein Karussell, dekoriert mit mehr als 1000 Glühlampen, gab der Handlung...
Through the Looking Glass Stage Photographs // 1985–2004
von Wilfried Hösl
232 Seiten, 185 Farbtafeln. ISBN 978-3-8296-1026-1
Schirmer/Mosel, München 2024 EUR 49,80 / CHF 57,30
„Die Fotografie ist Zeuge jenes komplexen Moments, der Theater ausmacht.“ So umschreibt Wilfried Hösl (*1957), seit 1993 Theaterfotograf der Bayerischen Staatsoper, seine langjährige...
Das Zeiss-Großplanetarium gilt als Europas modernstes Wissenschaftstheater. Es wurde als eine der letzten Repräsentationsbauten der ehemaligen DDR anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins im Jahr 1987 errichtet. Seine Außenkuppel hat einen Durchmesser von 30 Metern, im Innern finden sich ein Planetariumssaal mit 307 und ein Kinosaal mit 160 Plätzen. Seit seiner...
