„Oper goes Rock ’n’ Roll“

Zwei Oratorien zeigte die Komische Oper Berlin in den vergangenen Jahren in den Hangars im ehemaligen Flughafen Tempelhof. Im dritten Jahr sollte es mit „Jesus Christ Superstar“ einen echten Fachwechsel geben. Die Rockoper brachte eine Live-Band, das Orchester der Komischen Oper und ein 400-köpfiges Ensemble aus Sänger:innen und Tänzer:innen zusammen. Ein Gespräch mit den Lichtdesignern Olaf Freese und Florian Schmitt

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Ein drittes Mal – nach Hans Werner Henzes „Das Floß der Medusa“ (BTR 6/2023) und Georg Friedrich Händels „Messias“ (BTR 6/2024; 1/2025) – eröffnete die Komische Oper Berlin ihre neue Spielzeit im Hangar des ehemaligen Flughafens Tempelhof.

Regisseur Andreas Homoki hatte sich für seine neue Regiearbeit „Jesus Christ Superstar“ (Uraufführung 1971 in New York) gewünscht und mit Philipp Stölzl auch gleich einen prominenten Bühnenbildner dabei, der nicht nur als Film- und Opernregisseur unterwegs ist, sondern auch mit Videoclips Spuren im Rock ’n’ Roll hinterlassen hat (BTR 5/2023).

So war es wenig verwunderlich, dass die mittlerweile fast 55 Jahre alte „Rockoper“ auch klar als ein „Rock ’n’ Roll-Spektakel“ konzipiert wurde, in dem starke Licht- und Show-Effekte die Szenen stimmungsvoll betonten. Erzählt werden Jesu letzte sieben Lebenstage, diese moderne Version der Passionsgeschichte legt Konflikte offen. Die Geschichten um Jesus und Judas, Maria Magdalena und Pilatus werden detailliert gezeigt. Eine wogende Menschenmenge bespielt den Innenraum des Hangars vor einer meterhohen und -breiten Bühnenkonstruktion (für Band, Orchester, mit Showtreppe und Durchgang für Auftritte) und um ...

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BTR Ausgabe 6 2025
Rubrik: Produktionen, Seite 29
von Iris Abel

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