„Oper goes Rock ’n’ Roll“
Ein drittes Mal – nach Hans Werner Henzes „Das Floß der Medusa“ (BTR 6/2023) und Georg Friedrich Händels „Messias“ (BTR 6/2024; 1/2025) – eröffnete die Komische Oper Berlin ihre neue Spielzeit im Hangar des ehemaligen Flughafens Tempelhof.
Regisseur Andreas Homoki hatte sich für seine neue Regiearbeit „Jesus Christ Superstar“ (Uraufführung 1971 in New York) gewünscht und mit Philipp Stölzl auch gleich einen prominenten Bühnenbildner dabei, der nicht nur als Film- und Opernregisseur unterwegs ist, sondern auch mit Videoclips Spuren im Rock ’n’ Roll hinterlassen hat (BTR 5/2023).
So war es wenig verwunderlich, dass die mittlerweile fast 55 Jahre alte „Rockoper“ auch klar als ein „Rock ’n’ Roll-Spektakel“ konzipiert wurde, in dem starke Licht- und Show-Effekte die Szenen stimmungsvoll betonten. Erzählt werden Jesu letzte sieben Lebenstage, diese moderne Version der Passionsgeschichte legt Konflikte offen. Die Geschichten um Jesus und Judas, Maria Magdalena und Pilatus werden detailliert gezeigt. Eine wogende Menschenmenge bespielt den Innenraum des Hangars vor einer meterhohen und -breiten Bühnenkonstruktion (für Band, Orchester, mit Showtreppe und Durchgang für Auftritte) und um ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 6 2025
Rubrik: Produktionen, Seite 29
von Iris Abel
Für den römischen Architekten und Theoretiker Vitruv (ca. 84 v. Chr. bis ca. 27 v. Chr.) war die Architektur das Dach der Künste. Nach seiner Vorstellung vereint der ideale Baumeister Techniker, Künstler, Mathematiker, Philosoph, Arzt, Jurist und sogar Astronom in einer Person und wird damit zum Urheber eines potenziellen Gesamtkunstwerks. Somit steht auch das...
Romeo und Julia, das wohl berühmteste Liebespaar der Weltliteratur: Viele Zitate aus dem Drama von William Shakespeare sind sprichwörtlich geworden, die Balkonszene ist ikonisch: Wie wird sie nun am Residenztheater in München gelöst? Fünf Kilometer weiß lackiertes Vierkant-Stahlrohr, in Präzisionsarbeit verarbeitet zu einer fast zehn Tonnen schweren, motorisierten...
Zauber der Vergänglichkeit
Der bildende Künstler, Szenograf und Regisseur Philippe Quesne ist ein Meister des skurril-fantastischen Bildertheaters. Mit „Vampire’s Mountain“ inszeniert er erstmalig am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. In vielschichtigen Partituren verwebt Quesne ästhetische und wissenschaftliche Fragestellungen zu zarten, melancholischen und...
