Magazin 5/2017
Ein Virtuose seines Fachs
Das Museum für Film und Fernsehen in Berlin zeigt bis zum 5. November die Ausstellung „Robby Müller – Master of Light“ und würdigt damit einen der wichtigsten und einflussreichsten Kameramänner des internationalen Kinos. Müller hat große kinematografische Momente in modernen Klassikern wie „Dancer in the Dark“, „Dead Man“ oder „Paris, Texas“ geschaffen.
In seinen Arbeiten scheinen Einflüsse des US-Malers Edward Hopper auf, sein Einsatz des Lichts erinnert an Gemälde Veermers.
Großflächige Projektionen ausgewählter Filmszenen vermitteln einen Eindruck vom visuellen Scharfsinn und der Vielschichtigkeit seiner Werke. Regisseure wie Wim Wenders, Lars von Trier und Jim Jarmusch berichten in Interviews von Müllers herausragenden Fähigkeiten als Kameramann.
Einblicke in sein Privatarchiv bereichern die Ausstellung auf ungewöhnliche Weise – Dokumente und Skripte, vor allem aber Dutzende Filmaufnahmen beschreiben sein Leben am Set wie ein Tagebuch. Eine Auswahl seiner Polaroid-Fotos macht ihn einmal mehr zum „Master of Light“.
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