Kultureller Neubeginn
Die Architektur von Spielstätten und Theatern erfährt seit einigen Jahren wieder neue Aufmerksamkeit. Das liegt offenkundig an dem Bedarf zur Modernisierung zahlreicher Häuser, die vor rund 60 Jahren errichtet wurden, und den Debatten um ihren Erhalt oder Neubau. Zugleich hat sich die Situation verändert, da zu den Stadt- und Staatstheatern weitere Formen von Aufführungsorten hinzugekommen sind, die die Entwicklung von Theater und performativen Künsten mit den städtischen und privaten Theatern sowie der freien Szene widerspiegeln.
Die Kunst-, Theater- und Architekturwissenschaften widmen sich diesen Themen und befragen sowohl die Geschichte wie auch die gegenwärtigen Tendenzen. Ein Ergebnis dieser Untersuchungen ist die jüngst erschienene Publikation „Spiel-Räume der Demokratie“ von Frank Schmitz, der sich auf den Theaterbau der ersten Nachkriegsdekaden in der Bundesrepublik konzentriert. Er entwickelt sein Thema anhand von rund 40 Bauten, deren Auswahl das Ziel verfolgt, nicht nur „die gestalterisch ‚herausragenden‘ Bauten besonders ausgiebig zu verhandeln“. Kompendien zur Theaterarchitektur dieser Ära sind selten, besonders erwähnenswert sind die Publikation „Moderner Theaterbau“ ...
Annette Menting ist Professorin für Architekturgeschichte und Baukultur in Leipzig und leitet seit 2016 gemeinsam mit Barbara Büscher das transdisziplinäre DFG-Forschungsprojekt „Architektur und Raum für die Aufführungskünste“.
Das Buch
Auf dem Cover die Deutsche Oper (von 1961) in West-Berlin von Frank Schmitz;
384 Seiten; ISBN: 978-3-7861-2883-0; Gebr. Mann Verlag, Berlin 2022; 49 Euro
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BTR 6 2022
Rubrik: Bau und Betrieb, Seite 44
von Annette Menting
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Vorschau
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