Jenseits fertiger Lösungen

Medienkünstler, Softwareentwickler, Coder, Engineerer, Bastler – eine richtige Berufsbezeichnung gibt es nicht für alle jene, die sich um das Digitale auf der Bühne kümmern. Unser Autor stellt zwei von ihnen vor: Mario Simon und Lucas Pleß, Mitarbeiter der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund.

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Es beginnt bereits mit der Frage, was denn eigentlich als die korrekte Berufsbezeichnung gilt: Medienkünstler mit technischem Hintergrund, Softwareentwickler, Coder, Engineerer, Bastler? „Wenn die Dramaturgie uns im Programm benennt, ist das immer sehr kreativ“, sagt Mario Simon, Leiter der Medienabteilung an der Dortmunder Akademie für Theater und Digitalität in einem Gespräch, das ich mit ihm und seinem Kollegen Lucas Pleß wegen der Ende März geltenden Kontaktbeschränkungen digital führe.

Eines ist aber sicher: Längst sind sie mehr als nur Menschen, die eine Kamera halten oder Videos schneiden, es geht um die Verbindung zwischen technischem Know-how und Kreativität. Und als solche sind sie von Schauspiel über Musik- bis zum Tanztheater gefragt, denn Regisseure und Choreografen arbeiten immer öfter mit medialen Ansätzen und komplexen Anforderungen – auch an die produzierenden Institutionen selbst. Doch noch immer scheint diese Entwicklung neu, entsprechende feste Positionen gibt es nur an wenigen Theatern.

 

Mario Simon und Lucas Pleß haben beide ihre Theaterarbeit am Schauspiel Dortmund begonnen, doch ihre Werdegänge könnten unterschiedlicher kaum sein: Auf der einen Seite ...

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BTR Ausgabe 3 2020
Rubrik: Thema: Kultur digital, Seite 20
von Dirk Baumann

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