Friedensvisionen und Konzeptkunst
Werde ich den Himmel vermissen? Werde ich die Wolken vermissen? Den Ozean? Zum Ticken eines Metronoms denkt Yoko Ono, die im Februar 92 Jahre alt geworden ist, darüber nach, was sie wohl vermissen wird, wenn sie einmal tot ist. Das Gelächter vielleicht oder die Witze? „Music of the Mind“ befreit das Werk der Künstlerin von jeder Regenbogen-Folklore und konzentriert sich ganz auf seinen Kern: den Klang, die Performance, den hintergründigen Humor.
Die klar gegliederte Schwarz-Weiß-Ausstellung im Gropius Bau Berlin ist die eine von zwei parallellaufenden Retrospektiven mit Onos Lebenswerk; die andere, partizipativere findet in der Neuen Nationalgalerie statt. Zusammen umspannen sie sechs Jahrzehnte künstlerischen Schaffens Onos und dokumentieren die visionäre Bedeutung der japanisch-amerikanischen Konzeptkünstlerin für die zeitgenössische Kunst, die eine Avantgardistin der ersten Stunde, Pionierin der Fluxus-Bewegung, unbeugsame Friedensaktivistin und eine der polarisierendsten Figuren der Kunstwelt ist.
Die Künstlerin hinter dem Mythos
Viel zu lange wurde sie auf ihre Ehe mit John Lennon reduziert. Sie habe die Beatles zerstört – dieses hartnäckige Narrativ verfolgt Ono seit den ...
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BTR Ausgabe 3 2025
Rubrik: Ausstellungen und Messen, Seite 60
von Irmgard Berner
BTR: Herr Ringel, was hat Sie zum Theater gebracht?
Tamino Ringel: Ich habe mich schon in meiner Kindheit für Licht interessiert, zum Beispiel fand ich Geburtstage mit DJs wahnsinnig faszinierend und hab mir das immer ganz genau angeguckt. Mit zehn Jahren kaufte ich mir dann von meinem Taschengeld mein erstes Mischpult und Scheinwerfer, um selbst kreativ zu werden...
Es ist über acht Meter hoch, das Haus, in dem Frank Castorfs Inszenierung von Georg Büchners Revolutionsstück „Dantons Tod“ am Staatsschauspiel Dresden spielt. Im unteren Stockwerk hat es zwei Zimmer. Ein Gaststättenraum nach dem Vorbild eines geschichtsträchtigen Pariser Bistros. Daneben eine üppig bestückte Waffenkammer, die gleich darauf hindeutet, dass die...
Zahlreiche Gäste tummeln sich zur Ausstellungseröffnung am 15. Mai im Lichthof des Baukunstarchivs NRW. Georg Ruhnau, der Sohn Werner Ruhnaus, ist mit einigen Menschen in einem Sitzensemble des Musiktheaters im Revier im Gespräch und signiert Ausstellungskataloge. Die Möbel sind eine Leihgabe aus dem Opernhaus in Gelsenkirchen, das wohl als Ruhnaus berühmtester Bau...
