Friedensvisionen und Konzeptkunst
Werde ich den Himmel vermissen? Werde ich die Wolken vermissen? Den Ozean? Zum Ticken eines Metronoms denkt Yoko Ono, die im Februar 92 Jahre alt geworden ist, darüber nach, was sie wohl vermissen wird, wenn sie einmal tot ist. Das Gelächter vielleicht oder die Witze? „Music of the Mind“ befreit das Werk der Künstlerin von jeder Regenbogen-Folklore und konzentriert sich ganz auf seinen Kern: den Klang, die Performance, den hintergründigen Humor.
Die klar gegliederte Schwarz-Weiß-Ausstellung im Gropius Bau Berlin ist die eine von zwei parallellaufenden Retrospektiven mit Onos Lebenswerk; die andere, partizipativere findet in der Neuen Nationalgalerie statt. Zusammen umspannen sie sechs Jahrzehnte künstlerischen Schaffens Onos und dokumentieren die visionäre Bedeutung der japanisch-amerikanischen Konzeptkünstlerin für die zeitgenössische Kunst, die eine Avantgardistin der ersten Stunde, Pionierin der Fluxus-Bewegung, unbeugsame Friedensaktivistin und eine der polarisierendsten Figuren der Kunstwelt ist.
Die Künstlerin hinter dem Mythos
Viel zu lange wurde sie auf ihre Ehe mit John Lennon reduziert. Sie habe die Beatles zerstört – dieses hartnäckige Narrativ verfolgt Ono seit den ...
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BTR Ausgabe 3 2025
Rubrik: Ausstellungen und Messen, Seite 60
von Irmgard Berner
Die Geschichte „Anna“ stammt von der britischen Erfolgsautorin Ella Hickson, uraufgeführt wurde das Stück bereits im Mai 2019 am National Theatre, London. Im Februar 2025 feierte die Inszenierung ihre Deutschlandpremiere im Schauspielhaus Neubrandenburg, ein Standort des Theater Orchester Neubrandenburg Neustrelitz (TOG). An das älteste erhaltene Theatergebäude in...
Nebel, Leim und Algorithmen, und dann ein Licht, dessen Verwendung im Alltag längst untersagt ist: Der Choreograf Damien Jalet und der bildende und Kunststar Kohei Nawa aus Tokio zeigen in ihrer nun schon dritten gemeinsamen Bühnenproduktion, dass ihr Erfindungsgeist weiterhin sehr lebendig ist. Entstanden ist „Mirage“ mit dem Ballettensemble des Grand Théâtre de...
„Faust 1 & 2“
Ein Abend voller visueller Effekte: Goethes Werk läuft am Schauspiel Frankfurt in einer Fassung von Jan-Christoph Gockel und Claus Philipp. Die Reise von Faust und Mephisto geht durch die „große“ und „kleine Welt“. Die Inszenierung verortet diese Berg- und Talfahrten in einem Vergnügungspark. In einer „rauschhaften und gleichzeitig bitterbösen Fahrt“...
