Ein Konzerthaus für die Zukunft

Im ehemaligen Kieler Schloss befindet sich seit den frühen Sechzigerjahren ein Kulturzentrum, zu dem auch ein Konzerthaus gehört. Das Gebäude wurde saniert, um künftig neben klassischen Konzerten auch flexible Nutzungen für U-Musik, Theater sowie Tanz und Shows oder als Stadthalle zu erlauben. Dabei zeigt sich, dass der sorgfältige Umgang mit dem Bestand auch zu guten Ergebnissen führen kann. Eröffnet wurde der Konzertsaal am 10. Januar 2026

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Auf dem Areal des ehemaligen Kieler Schlosses, das während des Zweiten Weltkriegs massiv zerstört wurde, wurde in den Jahren 1959 bis 1961 nach den Entwürfen der Architekten Sprotte & Neve ein Kulturzentrum errichtet, das sich aus einem eigenständigen Konzerthaus, einem modernen „Schlossgebäude“ sowie aus zwei aufgeständerten Gelenkbauten und dem einzig historisch erhaltenen Rantzaubau zusammensetzt.

Die städtebauliche Neuordnung der Kieler Innenstadt und der Fördeufer schufen die Voraussetzung für ein Kulturzentrum in zentraler Lage zwischen dem Regierungsviertel und der Altstadt. Ursprünglich war das gesamte Ensemble im Landesbesitz, wurde jedoch 2003 an einen privaten Investor verkauft, der die Gebäude bis Sommer 2021 nutzte und unter anderem das Konzerthaus mit eigenen Veranstaltungen bespielte. Ein Teil des Konzerthauses wurde bereits ab der Errichtung dauerhaft durch den NDR genutzt. Es gab im Laufe der Jahre immer wieder Ansätze, sich sowohl aus städtebaulichen Erwägungen, aber auch aufgrund einer in der Landeshauptstadt Kiel fehlenden Stadthalle heraus mit dem Schlossensemble zu beschäftigen. Zudem gab es diverse Nutzungsüberlegungen, Ansätze zum weiteren Verkauf bis hin zu ...

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BTR Sonderband 2026
Rubrik: Bau/Betrieb/Sanierung, Seite 26
von Hendrik Euling-Stahl

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