Dringender Handlungsbedarf

Die Komische Oper Berlin ist seit ihrem Wiederaufbau 1966 nicht mehr grundlegend saniert worden. Die Beeinträchtigungen im täglichen Betriebsablauf sind sehr gravierend, vor allem die Arbeitsbedingungen und logistischen Abläufe inakzeptabel. Ein Lokaltermin wenige Monate vor dem Umzug ins Interim zeigt wesentliche Mängel

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Bereits von außen ist sichtbar, dass die Komische Oper Berlin in die Jahre gekommen ist: Der mit Sandstein verkleidete und mittlerweile sehr grau gewordene Bau von 1966 wirkt von Unter den Linden aus gesehen etwas verloren mit der ungenutzten Freifläche vor dem Gebäude. Schon im 19. Jahrhundert wurde an diesem Ort Theater gespielt, der Ursprungsbau geht auf das Projekt der berühmten Wiener Theaterarchitekten Fellner & Helmer aus Wien von 1882 zurück.

Das Haus wurde im Jahr 1944 von einer Bombe getroffen, aber ab 1947 wurde in ihm mit dem neuen Namen „Komische Oper“ wieder gespielt. 1966 wurde das Haus rundum erneuert, der historische Zuschauerraum wurde in den Neubau integriert. Eine Grundsanierung des Gebäude-Ensembles wurde seither nicht durchgeführt. Bereits in den 1990er-Jahren wurde ein umfassender Sanierungsbedarf festgestellt. Seit der Stuck 2018 von der Decke fiel, bestand Handlungsbedarf, wie Co-Intendantin Susanne Moser erläutert (siehe Interview Seite 48). Was ist der Status quo? Daniel Kaiser ist seit sieben Jahren Technischer Direktor an der Komischen Oper Berlin und hat das Bedarfsprogramm für die Belange der Bühnentechnik und Logistik mitentwickelt. Er erläutert die ...

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BTR Sonderband 2023
Rubrik: Neubau, Sanierung & Betrieb, Seite 52
von Karin Winkelsesser

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