Mehr Licht!
Um den Termin des Inkrafttretens der Energiesparverordnung zum 1. September 2022 war die Aufregung groß. Vor dem Hintergrund der Drosselung billiger Gaslieferungen aus Russland machte sich die Angst breit, im Winter 2022/23 könnten bei uns wegen des Gasmangels die Heizungen erkalten, die Industrie müsse die Produktionen drosseln. Öl- und Gaspreise waren steil nach oben gegangen. Angst ging um, für viele würde Heizen so teuer, dass sie im Winter frieren müssten, die Stromrechnungen nicht mehr zahlen könnten.
Um kurzfristig Energie zu sparen, sollte die maximale Raumtemperatur in öffentlichen Arbeitsstätten 19 °C nicht überschreiten, auf warmes Wasser sollte verzichtet, Denkmäler, Gebäude und Werbeflächen sollten nicht mehr beleuchtet werden.
Ende September wurden mit Sprengungen in der Ostsee Anschläge auf die Pipelines Nordstream 1 und 2 verübt. Die Sorgen nahmen nicht ab. Nachdem Corona gerade überstanden war, schlitterte die Gesellschaft – statt sich zu erholen – in die nächste Krise.
Was hat die Krise mit unseren Städten gemacht?
Als Ende September die Tage kürzer wurden, sahen die Städte anders aus, teilweise. Die Kommunen strengten sich an, der Sparverordnung zu folgen. ...
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BTR Sonderband 2023
Rubrik: Potenziale & Initiativen, Seite 78
von Herbert Cybulska
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