„Die perfekte Blase“
Stücke unter nachhaltigen Aspekten zu produzieren, ist inzwischen an vielen Häusern ein Thema, in vielen Betrieben wird versucht, möglichst klimaschonend zu arbeiten. Inwieweit die Klimaneutralität erreicht wird, ist schwer zu messen. Ein großes Experimentierfeld, das zeigen immer wieder auch die Beiträge in unserem Fachmagazin. Mit „Die Stimme der Meerjungfrau“ (Uraufführung am 27. April 2024) ist am Theater Erfurt eine Oper entstanden, die zwar um das Thema Klima und Umweltverschmutzung kreist, bei der aber nicht von vornherein der Nachhaltigkeitsgedanke als Rahmen diente.
Stefan Rittmeister, Werkstattleiter am Theater seit dem Jahr 2000, betont, dass man dennoch die Ressourcen und Materialien aus dem Bestand sparsam und bewusst eingesetzt hätte – wie bei vielen Produktionen am Haus. Für die Inszenierung hat Bühnenbildnerin Anna Schöttl fantasievolle, farbenprächtige Bilder der Wasser- und der Menschenwelt gefunden.
Räume verwandeln sich, Türme scheinen zu schwanken, strahlende Kugeln und steigende Luftballons sind Luftblasen im Wasser. Mit Leichtigkeit wird ein schweres, zum Teil wenig heiteres Thema auf der Bühne verhandelt. Schöttl war bereits für diverse internationale ...
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BTR 3 2024
Rubrik: Festivals und Produktionen, Seite 42
von Iris Abel
Vor 150 Jahren schrieb Hans Christian Andersen eine Geschichte, die sich heute neu lesen lässt: Abends am Fenster sieht ein Mann eine geheimnisvolle Frau auf dem gegenüberliegenden Balkon. Eine Kerze im Rücken, lässt er seinen Schatten auf diesem Balkon erscheinen und bittet ihn, das dahinter liegende Zimmer zu betreten. Der Schatten tut das und verschwindet für...
Im Jahr 2018 wurde ich von einem Onlinemagazin der Theaterbranche zum Thema fehlerhaft ausgelöster Löschanlagen interviewt. Als ich meine Aussagen anlässlich eines erneuten Interviews, jetzt im Jahr 2024, ohne die geringste Aussicht auf Besserung der Lage, wieder in die Hände bekam, erfasste mich Zorn: Wie kann es nach Jahren des Nichtbrennens und den umfangreichen...
Gunther Matejka: Frau Dörr, wie lange haben Sie an „Sister Act“ gearbeitet?
Claudia Dörr: Die Vorplanungen für eine Musicalproduktion beginnen rund eineinhalb bis zwei Jahre, bevor das Stück auf die Bühne kommt. Ich schreibe das Script und eine Konzeption, mache eine vorläufige Besetzung, gleichzeitig beginnen Budget- und Technikplanungen etc. Die Proben für...
