„Die perfekte Blase“

Die Uraufführung der laufenden Saison am Theater Erfurt, „Die Stimme der Meerjungfrau“, eine Märchenoper, widmete sich dem Thema Klima- und Umweltschutz. Nicht nur ein inhaltlicher Gedanke, denn das Bühnenbild wurde ressourcenschonend entwickelt und gebaut. Bühnenbildnerin Anna Schöttl und Werkstattleiter Stefan Rittmeister geben dazu Auskunft

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Stücke unter nachhaltigen Aspekten zu produzieren, ist inzwischen an vielen Häusern ein Thema, in vielen Betrieben wird versucht, möglichst klimaschonend zu arbeiten. Inwieweit die Klimaneutralität erreicht wird, ist schwer zu messen. Ein großes Experimentierfeld, das zeigen immer wieder auch die Beiträge in unserem Fachmagazin. Mit „Die Stimme der Meerjungfrau“ (Uraufführung am 27. April 2024) ist am Theater Erfurt eine Oper entstanden, die zwar um das Thema Klima und Umweltverschmutzung kreist, bei der aber nicht von vornherein der Nachhaltigkeitsgedanke als Rahmen diente.

Stefan Rittmeister, Werkstattleiter am Theater seit dem Jahr 2000, betont, dass man dennoch die Ressourcen und Materialien aus dem Bestand sparsam und bewusst eingesetzt hätte – wie bei vielen Produktionen am Haus. Für die Inszenierung hat Bühnenbildnerin Anna Schöttl fantasievolle, farbenprächtige Bilder der Wasser- und der Menschenwelt gefunden.

Räume verwandeln sich, Türme scheinen zu schwanken, strahlende Kugeln und steigende Luftballons sind Luftblasen im Wasser. Mit Leichtigkeit wird ein schweres, zum Teil wenig heiteres Thema auf der Bühne verhandelt. Schöttl war bereits für diverse internationale ...

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BTR 3 2024
Rubrik: Festivals und Produktionen, Seite 42
von Iris Abel

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