Achtung, Baustelle!
Staatstheater Augsburg: positive Impulse setzen
Das geschichtsträchtige Augsburger Theater wurde 2016 wegen erheblicher Brandschutz-Mängel geschlossen. Die letzten Baumaßnahmen lagen über 60 Jahre zurück, technische Anlagen stammten zum Teil noch aus den 1930er-Jahren. Neben der aufwendigen Generalsanierung des sogenannten Großen Hauses wird auf dem Areal ein Neubau mit Multifunktionsbühne, Probebühnen, Werkstätten und Büroräumen entstehen. Baubeginn war im Januar 2019 mit einer voraussichtlichen Fertigstellung zur Saison 2027/2028.
Während der Baumaßnahmen verteilt sich das Staatstheater Augsburg auf seine Interimsspielstätten martini-Park (Große Bühne) und brechtbühne im Gaswerk sowie verschiedene andere Standorte. Der bürgerschaftliche Zusammenschluss #THEATERVIERTELJETZT hat sich das Ziel gesetzt, bereits während der Bauzeit gemeinsam mit dem Theater positive Impulse für das angrenzende Viertel zu geben. Die Initiative für das neu gegründete, bundesweite Netzwerk Kulturbausanierung geht vom Staatstheater Augsburg selbst aus. Im April 2023 fand das erste Treffen statt (siehe Seite 64). https://staatstheater-augsburg.de
Staatstheater Darmstadt: Sanierung des Kleinen Hauses
Das Kleine Haus erhält eine rundum erneuerte Bühnen-, Ton- und Medientechnik. Damit der Theaterbetrieb während der 2019 begonnenen Baumaßnahme weitergehen kann, werden die Kammerspiele und das Große Haus als Übergangsspielstätten genutzt. Ursprünglich sollte das Kleine Haus im Herbst 2023 wiedereröffnet werden, doch im Verlauf der Sanierung haben sich „zusätzliche Herausforderungen ergeben, die zuvor nicht absehbar waren, unter anderem Maßnahmen zur Schadstoffsanierung. Zusätzlich gab es im vergangenen Jahr bedingt durch Corona deutliche Störungen im Bauablauf durch Lieferprobleme und eine hohe Auslastung der Handwerksbetriebe“, erläutert Thomas Platte, Direktor des für das Projekt zuständigen Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH). Der Krieg in der Ukraine habe die Lage am Baustoffmarkt noch einmal deutlich verschärft. Land und Stadt investieren rund 55 Millionen Euro in die Sanierungsmaßnahme des Kleinen Hauses. Neue Zielmarke ist eine Wiedereröffnung in der Spielzeit 2024/25. www.staatstheater-darmstadt.de
Societaetstheater, Dresden: Freude über Rückkehr
Das Team des Societaetstheaters verließ das Theatergebäude im Februar 2022. Gründe für die Baumaßnahmen waren Nässeschäden aufgrund von Baumängeln aus der Zeit des Wiederaufbaus (abgeschlossen 1999) und verschiedene Sicherheitsmängel. Zur Trockenlegung des Kellergeschosses, in dem sich u. a. die Kleine Bühne befindet, wurde die darüber liegende Gaststätte komplett entkernt und umgebaut, Außenwände wurden verändert. Nach umfassender Brandschutzplanung wurden Brandschutztüren umgebaut, die SiBe neu aufgebaut, die BMA mit Meldern und Alarmierungseinrichtungen flächendeckender neu errichtet sowie Fluchtwege gesichert. Zur umfassenden Modernisierung gehört: Die szenische Beleuchtung mit neuen Dimmern/Schaltmodulen, zugehörige Lichtsteuerungen und Arbeitslicht, das Allgemeinlicht, die Lüftungs- und Heizungszentrale werden auf den neuesten Stand gebracht. Dazu gibt es ein umfassendes Datennetz. Das neue LED-Garderobenlicht darf auch nicht unerwähnt bleiben. Eine beständige Interimsspielstätte stand dem Theater nicht zur Verfügung. So bespielte das Team das Zentralwerk, die Villa Wigman, die Gedenkstätte Bautzner Straße, Zirkuszelte, das Besucherzentrum im alten Friseurladen auf der Hauptstraße und viele andere öffentliche Orte in Dresden. Da die ersten drei Orte selbst noch bebaut wurden, gab es für das kleine Team des Theaters wirklich große Herausforderungen. Daher gehe ein großer Dank ausdrücklich an alle beteiligten Firmen und selbstlosen Unterstützer, betont Robby Hirche, Technischer Leiter, im Gespräch. Aktueller Eröffnungstermin ist der 1. Juni, gestartet wird mit einem Zirkustheaterfestival. Das Team des Theaters freut sich auf den alten Standort! www.societaetstheater.de
Städtische Bühnen Frankfurt: Der Standort entscheidet
Die Theaterdoppelanlage am Willy-Brandt-Platz ist am Ende ihres Lebenszyklus angelangt. Der Großteil der haustechnischen Anlagen ist bereits über 30 Jahre alt. Sanierungen sind bald nicht mehr möglich. Drei Varianten für den Neubau von Schauspiel und Oper wurden zuletzt im Abschlussbericht 2023 eingehend geprüft: „Spiegelvariante“, „Kulturmeile“ und Neubau der Doppelanlage geben unterschiedliche Antworten auf Umwelt-, Klima-, Nachhaltigkeits- und Denkmalfragen. Gemeinsam ist: alle Varianten liegen in der Innenstadt. „Mit dem Neubau von Oper und Schauspiel muss es uns gelingen, zu einer ökologisch nachhaltigen Innenstadtentwicklung beizutragen“, so Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig. Mit der anstehenden Standortentscheidung kann ein Architekturwettbewerb unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ausgeschrieben werden. Die Stabsstelle „Zukunft der Städtischen Bühnen“, unter der Leitung von Dr. Mathias Hölzinger, hat dabei die kommenden Projektschritte im Blick. www.buehnen-frankfurt.de
Theater Greifswald: zur Baustelle erklärt
Das Große Haus in Greifswald wird sicherlich noch mindestens drei Jahre saniert, währenddessen steht dem Theater in der Hansestadt die Stadthalle mit dem Kaisersaal sowie der Rubenowsaal zur Verfügung. In der jüngsten Vergangenheit fanden bereits, sehr erfolgreich, Schauspiel- und Musiktheaterproduktionen sowie Konzerte in den Räumlichkeiten statt. Zur Umsetzung dieser Inszenierungen konnte bis Ende März noch das Hinterhaus mit Garderoben, Masken, Technik etc. genutzt werden, über etwaige Räumlichkeiten verfügt die Stadthalle selbst leider nicht. Mit April 2023 wurde das Große Haus sowie das Hinterhaus des Theaters Greifswald zur Baustelle erklärt, eine Nutzung ist nicht mehr möglich, die ersten Arbeiten am Haus haben begonnen. Um die Stadthalle als Ausweichquartier für den Spielbetrieb, auch wenn es eine Notlösung ist und bleibt, weiterhin nutzen zu können, ist eine Herrichtung ebendieser Bereiche notwendig, auch in Anbetracht dessen, den Ballettzuschauer:innen in Greifswald die Möglichkeit zu bieten, die Produktionen der Tänzer:innen vor Ort genießen zu können. Die Finanzierung zur Einrichtung der Stadthalle muss das Theater aus Eigenmitteln aufbringen. Daher hat der Förderverein auch einen Spendenaufruf gestartet. Für einen Teil der technischen Ausstattung ist eine Summe von 50.000 Euro veranschlagt. Ziel ist es, diese Spendensumme bis zum 16. September 2023, also bis zur Spielzeit-Eröffnungsshow, die in der Stadthalle Greifswald stattfinden wird, zu realisieren. www.theater-vorpommern.de
Stadttheater Ingolstadt: Pläne zur Sanierung und Bau der Ersatzspielstätte
Die Planung für eine Generalsanierung des Stadttheaters Ingolstadt befindet sich gerade in der Grundlagenermittlung. Aktuell ist geplant, dass die ersten baulichen Maßnahmen Ende 2027 beginnen. Davon betroffen ist der gesamte Hämer-Bau, der den Festsaal, das Große Haus, die Werkstattbühne des Jungen Theaters, den Ausstellungsraum des Kunstvereins und das Theaterrestaurant umfasst. Abhängig ist der Terminplan von der nötigen Ersatzspielstätte Neues Kleines Haus, für die noch die Standortfrage zu klären ist. Dies soll im 3. Quartal 2023 erfolgen. Die Ausweichspielstätte soll anschließend das marode Kleine Haus ersetzen. Nach der Ablehnung einer geplanten Interimsspielstätte an der Schutterstraße durch einen Bürgerentscheid im vergangenen Sommer läuft die Suche nach einer Alternative. Die Stadtverwaltung hat die Vor- und Nachteile aller während der Diskussion genannten möglichen Standorte abgewogen. Als mögliche Standorte werden das Areal an der Jahnstraße auf dem Gelände des ehemaligen Hallenbads, das Gebäude des ehemaligen Galeria Kaufhofs in der Ludwigstraße sowie der Turm Baur Am Brückenkopf aktuell einer näheren Überprüfung unterzogen. Erst nach der Entscheidung für einen Standort können die notwendigen Vergabeverfahren für die Planungsleistungen beginnen. www.ingolstadt.de
Staatstheater Kassel: alles noch in Planung
Das Opern- und Schauspielhaus wurde nach dem Zweiten Weltkrieg neu errichtet und im September 1959 eröffnet. Die Bühnentechnik wurde in den 90er-Jahren saniert, die Gebäudetechnik (insbesondere Lüftungsanlagen) bis 2007. Wegen gestiegener Anforderungen soll nun die Bühnentechnik im Großen Haus auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Während der Vorplanungen wurde zudem entschieden, dass die dafür nötige Schließung des Opernhauses genutzt werden soll, um auch die Gebäudehülle (Dach, Fassade) energetisch zu ertüchtigen. Ein Planungsauftrag wurde erteilt. Im nächsten Schritt kann nun die Planungsleistung ausgeschrieben und ein spezialisiertes Planungsteam ausgewählt werden, um die erforderlichen Unterlagen, auch zur Kostenermittlung, zu erstellen. Eine Umsetzung ist realistisch frühestens ab dem Jahr 2025 möglich. www.staatstheater-kassel.de
Theater Koblenz: Kernsanierung auch für die Betriebsgebäude
Das 1787 errichtete und zuletzt in den 1980ern generalsanierte Theater besteht aus einem denkmalgeschützten Gebäude und neueren Nebengebäuden, in denen die Funktionsräume untergebracht sind. Es gibt etliche gravierende bauliche Mängel, die von der Bauaufsicht in der Annahme einer zeitnah erfolgenden Sanierung toleriert werden. Geplant ist ab 2024 eine Kernsanierung, die eine komplette Innensanierung, die Neugestaltung wesentlicher Teile der Hinterbühnenelemente und eine energetische Außensanierung samt neuer Dachhülle und Fassaden der Betriebsgebäude umfasst. Kleinere Teilmaßnahmen fanden zwischen 2017 und 2021 statt, im Laufe der Planungen und in zahlreichen Machbarkeitsstudien hat sich jedoch herausgestellt, dass für die wesentlichen Bestandteile der Sanierung die Schließung des Großen Hauses und zahlreicher Betriebsräume für eine Spielzeit unumgänglich ist. Für die Spielzeit 2024/2025 wird das Theater also in eine Interimsspielstätte in Zeltbauweise umziehen. www.theater-koblenz.de
Stadttheater Landshut: Sanierung und Erweiterungsbau in Planung
Nach der Feststellung erheblicher baulicher und sicherheitstechnischer Mängel 2011 musste das Landestheater Niederbayern 2014 endgültig das Landshuter Stammhaus im Bernlochnerkomplex räumen und spielt seitdem in einem Theaterzelt am Stadtrand. 2019 sah es zunächst nach einem schnellen Baubeginn aus – das Büro bächlemeid architekten aus Konstanz konnte sich mit seinem Entwurf bei einem internationalen Architektenwettbewerb durchsetzen. Eine bei den Haushaltsberatungen überraschend festgestellte Finanzierungslücke brachte die Planungen zwischenzeitlich zum Erliegen. Nach aktueller Beschlusslage des Landshuter Stadtrats wird die Maßnahme nun in zwei Bauabschnitte geteilt. Baubeginn für den ersten Bauabschnitt, die Sanierung des Bestandsgebäudes, ist für Ende 2025, die Fertigstellung für 2028 geplant. Im Anschluss soll Bauabschnitt 2, die Errichtung eines Erweiterungsbaus, angegangen und voraussichtlich 2032 abgeschlossen werden. In der Zwischenzeit muss nach neunjährigem Betrieb das Theaterzelt 2023 saniert werden: Im Sommer sollen die Außenplanen erneuert werden. Weitere Instandsetzungsmaßnahmen im Bereich Bühne, Orchestergraben und Böden werden voraussichtlich folgen. www.landestheater-niederbayern.de
Stadttheater Minden: Rückkehr ins sanierte Haus
Das denkmalgeschützte Stadttheater in Minden wurde von 1906 bis 1908 in neobarocker Formgebung erbaut. Es verfügt über 504 Sitzplätze im Großen Haus und 200 Plätze im Theatercafé. Die hölzernen Dachstühle und die Stuckdecken über den Veranstaltungsräumen sind noch im Originalzustand aus der Errichtungszeit. Die Sanierungsmaßnahme wurde notwendig aufgrund der Überalterung der bau- und haustechnischen Anlagen, der Schadstoffbeseitigung und der Anpassung an aktuelle baurechtliche und betriebstechnische Anforderungen. Haustechnik und Zuschauerräume waren zuletzt in den 1980er-Jahren grundhaft bearbeitet worden, die bühnentechnischen Anlagen in den 1990er-Jahren. Eine anteilige Bearbeitung der Zuschauerbereiche stammt aus dem Jahr 2008. Nach einjähriger Bauzeit wurde das Haus am 16. April 2023 für die Besucher feierlich wieder eröffnet. Das Bauvolumen beträgt ca. 12 Millionen Euro. (Hans Dohmen, Skena Planungsgesellschaft mbH) https://stadttheater-minden.de
Kulturmühle Parchim: alles unter einem Dach
Das Mecklenburgische Staatstheater bekommt in der Kulturmühle Parchim ab Mai 2023 eine neue Theaterbühne. Die ehemalige Spielstätte des Jungen Staatstheaters Parchim in der Blutstraße, wo 78 Jahre Theater gespielt wurde, konnte seit Jahren nur noch bedingt als Theaterbühne genutzt werden, der Spielbetrieb im Großen Saal war aus Brand- und Arbeitsschutzgründen bereits seit 2014 nicht mehr möglich. Die ehemalige Getreidemühle an einem Seitenarm der Elde, fußläufig von der Innenstadt erreichbar, vereint ab Mitte Mai 2023 unter der Dachmarke Kulturmühle Parchim das Stadtmuseum, die Stadtinformation, das „Mahlwerk“ als gastronomische Einrichtung und das Junge Staatstheater Parchim unter einem Dach. An den denkmalgeschützten Teil des imposanten Industriegebäudes aus dem 19. Jahrhundert mit ca. 3000 m2, schließt sich ein komplett neuer Theaterbau mit 4000 m2 an. Die Bühne mit einer Spielfläche von 144 m2 ist das Zentrum des fünfstöckigen Theaters. Neben dem Theatersaal, der 150 Plätze bietet, besteht auch die Möglichkeit, im „Mahlwerk“ für bis zu 70 Besucher:innen Theater zu spielen. Die Bühne, sämtliche Werkstätten, Lagerräume, Probenbühnen und Büros sind alle in dem neuen Haus untergebracht. www.mecklenburgisches-staatstheater.de
Theater Regensburg: Das Velodrom macht Pause
Zum 31. Dezember 2021 wurde im Regensburger Velodrom der Spielbetrieb wegen dringend anstehender Sanierungsarbeiten eingestellt. Die Spielstätte würde nicht mehr die Vorgaben der Versammlungsstättenverordnung erfüllen, so Michael Hübner, der Technische Direktor des Theaters Regensburg. Vor allem der Bühnenbereich, mit 264 Quadratmetern eine Großbühne, ist brandschutztechnisch nicht vom Zuschauerbereich abgetrennt und besteht zum Teil aus brennbaren Baustoffen. Zudem müssen die Foyers im Erd- und Obergeschoss vergrößert sowie die Anzahl von Gäste-Toiletten erhöht werden. Auch eine energetische und barrierefreie Sanierung des Gebäudes ist notwendig. Zurzeit ist das Projekt in der Vorplanung (Leistungsphase 2). Der Baubeginn der Sanierung ist voraussichtlich für 2026, der Sanierungsabschluss für 2029 geplant. Die Bühne wird momentan vom Theater Regensburg als Probenraum genutzt. www.theaterregensburg.de
Theater der Altmark in Stendal: energetische Sanierung
Gebäudekonstruktion und Anlagentechnik des Theaters der Altmark (TdA) waren nicht mehr zeitgemäß. Mit der energetischen Sanierung sollte ein hohes Maß an Energieeinsparung erzielt werden. Nach Schaffung der Baufreiheit im Januar 2020 erfolgte die Ausstattung von Dach und Fassade mit einer neuen Wärmedämmung, die Hausbeleuchtung wurde auf LED-Technik umgestellt, die Starkstromanlage erweitert, eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach installiert und moderne Fenster wurden eingebaut. Durch den Austausch der Klima- und Lüftungsanlage konnte eine effektivere Wärmerückgewinnungsanlage installiert werden. Auch die Gestaltung barrierefreier Zugänge gehörte zu den Zielen der Baumaßnahmen. Schon bald offenbarten die Sanierungsarbeiten Mängel in verschiedenen Bereichen des Gebäudes. Die Übernahme der Mehrkosten bedurfte der Zustimmung durch den Stendaler Stadtrat. Wenn die geplante Wiedereinrichtung der Bühnen vor den Theaterferien gelingt, kann die designierte Intendantin Dorotty Szalma ihre erste Spielzeit im energetisch sanierten Haus eröffnen. www.tda-stendal.de
Staatstheater Stuttgart: Sanierung und Erweiterung des Littmann-Baus
Das 1912 eingeweihte Opernhaus der Staatstheater Stuttgart am Oberen Schlossgarten soll bis Ende der 2030er-Jahre generalsaniert und erweitert werden. Während der voraussichtlich zehnjährigen Sanierungszeit werden die Staatsoper und das Stuttgarter Ballett ab etwa 2028/29 in einer noch zu errichtenden Interimsspielstätte im neuen Rosensteinquartier spielen. Der historische Littmann-Bau soll mit einer modernen Kreuzbühne und adäquaten Arbeits- und Proberäumen zukunftsfähig gemacht werden. Spezielle Vermittlungsorte und neue Zugänge sowie erweiterte Gastronomieangebote, die den ganzen Tag über zum Verweilen einladen, ermöglichen die weitere Öffnung der Staatstheater in die Stadtgesellschaft hinein. Herausfordernd wird die Auslagerung einiger Werkstätten sein, um auf diese Weise das Kulissengebäude am Hauptstandort kleiner als bislang geplant ausfallen zu lassen und somit Spielräume zu eröffnen für neue städtebauliche und gestalterische Perspektiven. www.staatstheater-stuttgart.de
Theater Trier: Ausschreibung wird vorbereitet
Die Stadt Trier hat 2019 die Entscheidung getroffen, eine Generalsanierung des sanierungsbedürftigen Theatergebäudes von 1964 durchzuführen und für die Interimsspielstätte einen Anbau an das soziokulturelle Zentrum TUFA vorzunehmen. Raumplan und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung konnten mit den Landesbehörden 2021 abgestimmt werden. Aktuell wird die Ausschreibung der Generalplaner zur Durchführung der Generalsanierung durch die Stadtverwaltung vorbereitet. Ein Neubau der Theaterwerkstätten im Energie- und Technikpark konnte bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Die Baumaßnahmen zu einem neuen Probezentrum sind in Vorbereitung. Der Bauantrag zum Interimsbau an der TUFA wurde gestellt. Aktuell werden die Unterlagen zur Landesunterstützung geprüft. Es wird von einem Baubeginn im 3. Quartal 2023 ausgegangen. www.theater-trier.de
BTR Sonderband 2023
Rubrik: Foyer, Seite 6
von Iris Abel und Julia Röseler
Anfang April sieht das KörberHaus in Hamburg-Bergedorf von außen noch aus wie eine Baustelle: Der Zugang ist nicht von allen Seiten möglich – auch nicht über die Brücken des von drei Seiten mit Wasser umgebenen Neubaus (siehe Kasten Seite 36). Die künftigen Blumenrabatten sind im Frühlingsregen tiefe Schlammlöcher, hier und da stehen Gerüste und Sperrschilder. Doch der Schein trügt. Denn...
Die Geschichte der europäischen Theater- und Veranstaltungstechnik reicht über 2500 Jahre zurück, doch die wichtigsten Entwicklungen sind jüngeren Datums: Die letzten 200 Jahre haben mehr Veränderungen und Innovationen gebracht als je zuvor. Theater- und Veranstaltungstechnik umfasst ein breites Spektrum von Bereichen: Maschinen, Bühnenbild, Architektur, Beleuchtung, Ton, Bild,...
Warum macht ihr diese komplizierten Sicherheitsvorschriften, es passiert doch nichts!?“, wird Jens Schröder, Maschinenbauingenieur bei Theatertechnische Systeme, oft auf seine Arbeit in DIN-Ausschüssen angesprochen. Er sieht sich bestätigt, denn eben wegen dieser Regeln würde nichts passieren.
BTR: Herr Schröder, wie lange sind Sie bereits in der DIN-Arbeit tätig?
Jens Schröder: Gleich...
