Foto: Martina Siebenhandl

Brigitte Fürle

30 Tanzkünstler mit den besten Aussichten

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Von solchen Freunden beziehungsweise Freundinnen hätte der Tanz gerne mehr. Seit 2013 leitet Brigitte Fürle die künstlerischen Geschicke des Festspielhauses St. Pölten. Seither geben sich hier die Größen der internationalen Szenen die Klinke in die Hand, für Auftritte und Residenzen. Fürle koproduziert Hofesh Shechter, Israel Galván, Lemi Ponifasio. Sie bietet den Künstlern Arbeitsaufenthalte an und fordert so die choreografische Vormachtstellung des benachbarten Wien heraus.

Gleich zwei der großen Tanzproduktionen des «Festival d’Avignon 2017», «La Fiesta» von Israel Galván und «Standing in Time» von Lemi Ponifasio, feierten am Festspielhaus ihre Uraufführung. Weitere Koproduktionen in Fürles Portfolio sind «Kreatur», das neue Stück von Sasha Waltz, und «Xenos», das neue Solo von Akram Khan. So ist Nieder-österreichs Landeshauptstadt eine Drehscheibe der Tanzszene. Doch die wenigsten wissen das, außer dem lokalen Publikum, den Wienern und den Künstlern selbst. Wer nimmt in Avignon schon wahr, dass Galváns und Ponifasios Kreationen den Stempel St. Pölten tragen? Im Schatten der Großstadt ist die Aufmerksamkeit naturgemäß geringer als in deren Zentrum. Daran wird auch diese Würdigung nichts ändern. Aber es sei damit, stellvertretend für die Künstler, doch einmal gesagt: «Chapeau!»



Tanz Jahrbuch 2017
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 175
von Thomas Hahn

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