Markenzeichen der Moderne

Die Rambert School of Ballet and Contemporary Dance feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Die Gründungsgeschichte und Entwicklung von Schule und Kompanie beleuchtet Mike Dixon

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Der Name Rambert ist unzertrennlich mit dem modernen Tanz verbunden. Was einer gewissen Ironie nicht entbehrt. Denn die Namensgeberin und Gründerin von Schule und Kompanie, Marie Rambert, war nach allgemeiner Einschätzung eine eher dürftige Tänzerin und – nach eigener Aussage – völlig frei von choreografischem Talent. Auch als Künstlerische Leiterin scheint sie viel Chaos gestiftet zu ­haben.

Immerhin hat sie als Lehrerin einigen Ruhm erlangt, doch­­ ­äußerten sich Choreografen wie Frederick Ashton, Agnes de Mille und Antony Tudor – allesamt Schüler Ramberts – nicht gerade wohlwollend über das pädagogische Geschick ihrer einstmaligen Lehrerin, die sich offenbar gerne in ausgedehnten Klagen über persönliche Unzulänglichkeiten ihrer Schützlinge erging. Frederick Ashton bekannte in einem vertraulichen Gespräch einmal: «Mims einziges Talent bestand darin, die Talente anderer Menschen hervorzukitzeln, die oft selbst nichts von der eigenen Begabung wussten.»

Und doch gründete Marie Rambert, ungeachtet all ihrer Defizite, eine der ersten Ballettschulen Großbritanniens: Die Rambert School of Ballet and Contemporary Dance, die in diesem Jahr ihr hundertjähriges Bestehen feiert. Ferner ...

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Tanz März 2020
Rubrik: Traditionen, Seite 56
von Mike Dixon

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