Marina Abramovic «Balkan Erotic Epic»
Mit «Balkan Erotic Epic» schlägt die Performancekünstlerin Marina Abramović erkennbar eine neue künstlerische Richtung ein. Weit entfernt von den karg-reduzierten, radikalen Aktionen, mit denen sie die Performancekunst der 1970er- und 1980er-Jahre revolutionierte, entfaltet sich der Abend als ausladende dramatische Kreation, die mehr als 70 Performer*innen, Musiker*innen, Sänger*innen, Tänzer*innen und Schauspieler*innen zur Premiere in Manchester zusammenbringt.
Das Ergebnis ist ein hybrides Spektakel, bei dem Performance, zeitgenössischer Tanz, Oper und Theater in einer dezidiert ländlichen Balkan-Bilderwelt zusammenfließen.
Das in zehn Tableaus gegliederte Werk widmet sich Ritualen und Vorstellungen, die teilweise bis ins Mittelalter zurückreichen. Nach jahrelanger volkskundlicher Forschungsarbeit legt Abramović eine Vision vor, in der Erotik und Pornografie voneinander geschieden sind: Zwar gibt es Nacktszenen und krasse Bilder, doch werden solche Elemente unter eine zeremonielle Poetik gefasst, die die traditionelle und symbolische Dimension des Körpers herausstellt, anstatt nur zu provozieren. Neben kraftvoll-intensiven Ritualen, bei denen sich Frauen vor dem Himmel ...
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Tanz August/September 2026
Rubrik: Kalender, Seite 38
von Omar Khan
Deutschland
BAMBERG
TANZWERKSTATT Stätte für Zeitgenössischen Tanz. Nürnberger Straße 108 k, D-96050 Bamberg Tel. +49-951-246 03,
www.tanzwerkstattbamberg.de
BERLIN
INTERNATIONAL DANCE ACADEMY BERLIN
Anerkannte Bühnentanzausbildung (BAfÖG) 3 Jahre für klassischen und modernen Tanz, offene Profi-Klassen Rheinstraße 45-46, D-12161 Berlin, Tel. +49-30-873 88 18 www.i...
«Lift me! Lift me!», zwitschert die überkandidelte Starballerina im Musical «On Your Toes», George Balanchine schuf 1936 am Broadway die Choreografie. Das Musical nimmt sämtliche Ballettklischees aufs Korn, auch in sich zusammenbrechende Hebungen. Die Herren präsentieren die Damen, so lautet die technische und gewissermaßen auch sittliche Grundlage des gemeinsamen...
So. Das war dann also die erste Ausgabe der «Tanztriennale Hamburg», jenes einwöchigen, groß mit Bundesmitteln geförderten Festivals, bei dem nicht nur wir uns fragten (tanz 6/26), was denn eigentlich das Ziel des Ganzen sei, jenseits von möglichst hochkarätigen Tanzgastspielen in der Hansestadt. Eine Antwort auf diese Frage gab Amelie Deuflhard, als Intendantin...
