Machtzentren

Andrea Peña arrangiert politische Körper, demnächst in Kassel

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Die szenografischen Umgebungen, die die 1990 in Bogotá geborene Choreografin und Designerin Andrea Peña für ihre Arbeiten erschafft, bedingen die Aktionen der Tänzer*innen, die sich in ihnen bewegen, ganz unmittelbar. Diese Umgebungen sind nicht bloß atmosphärisches Setting, sondern Regulierungs-, Steuerungs- und Überwachungssysteme – letztlich also Machtsysteme. Tänzer*innen haben darin als Reaktion auf die ihnen auferlegte Normativität zwangsläufig Entscheidungen zu treffen: Rebellion, Unterwerfung, Resilienz, Passivität.

Wobei es im Grunde gar nicht so sehr auf die jeweils getroffene Wahl ankommt – bedeutsamer ist der Umstand, dass Körper von den Räumen, in denen sie sich bewegen, definiert werden. Mehr noch: Ihre Identität hängt von ihnen ab.

Pietà als Metapher der Gesellschaft
Selten begegnet man einem künstlerischen Werk, das ein im zeitgenössischen Tanzdiskurs so eminent präsentes Konzept wie den politischen Körper derart deutlich vor Augen führt. Peñas konzeptionelle Strenge, ihre physische Intensität und ihr zutiefst persönlicher choreografischer Ansatz, der die Implikationen des politischen Körpers in einem einzigen Diskurs bündelt, sind eben jene Themen, die derzeit ...

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Tanz November 2026
Rubrik: Menschen, Seite 33
von Omar Khan

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