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Die intimen Polaroid-Collagen des Tänzers Tony Rizzi

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Natürlich wird bei Tony Rizzi auch getanzt. Im Video «NNNN» (2003) etwa, das eine Aufführung des damaligen Ballett Frankfurt dokumentiert, oder in «Ocean» (2015), in dem Irene Klein und Daniel Chait im Meer vor der italienischen Insel Ischia durch die Fluten tanzen. Rizzi beschreibt mit der Kamera sein Leben, und wenn dieses Leben darin besteht, dass man im Hauptberuf Tänzer bei William Forsythes Ballett Frankfurt ist, dann wäre es verfehlt, den Tanz da außen vor zu lassen.

Was seine große Ausstellung «Work Hard, Don’t Lie, And Try Not To Hurt Anybody» im Fotografie Forum Frankfurt aber auch beweist: dass dieses Leben noch aus viel mehr Aspekten besteht.

Rizzi zeigt sich. Seinen Alltag, seine Freund*innen, sein Umfeld, seine Liebhaber, auch seine Arbeit. Die Videos sind Nebenprodukte, sein wichtigstes Medium ist die Fotografie, genauer: die Polaroidfotografie. Dutzende dieser billigen, spontanen Sofortbilder arrangiert er zu aufwendigen Collagen: «Allison» (2001) etwa, Bilder einer jungen Frau, die in einem Café sitzt, während sich ihr vielschichtiger Charakter in unzähligen Blicken vervielfältigt. Oder «Andreas in his bedroom» (1998), bei dem die (Kamera-)Blicke liebevoll, ...

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Tanz November 2026
Rubrik: Bewegung, Seite 4
von Falk Schreiber

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