die katze...
...verschwindet, löst sich durch ein Lächeln in Nichts auf. Nur ihr Grinsen bleibt ... und auch das vergeht. So etwas ist vielleicht nur in Lewis Carrolls Wunderland möglich, in das seine Alice fiel. Dagegen entsteht bei uns ja erst etwas, wenn jemand lächelt oder sich sonstwie bewegt.
Wie zuletzt beim Flashmob des Staatsballetts im Berliner Hauptbahnhof. Je mehr Menschen tanzen, desto mehr Gemeinschaft entsteht.
Was aber passiert, wenn er aufhört, der Flashmob? Entsteht dann wieder Konkurrenz, falls sie überhaupt das Gegenteil von Solidarität ist? Oder tritt nicht einfach triste Leere ein – nach dem Tanz bliebe nichts, die Katze ist einfach weg?
Im letzten Heft war viel von Community Dance die Rede. In dieser Ausgabe versuchen wir, dessen Utopien ins Auge zu sehen. Angenommen, es würden sich Mehrheiten hinter den Tanz stellen: Warum müssen dann Künstler permanent beweisen, dass sie ein Teil der Stadt sind? Warum reicht es nicht, dass einer ganz oben ist, ein Ballettdirektor, bis ein Grinsen des Stadtkämmerers ihn wieder zum Verschwinden bringt (S. 64)?
Wie verhalten sich die Verantwortlichen, egal ob an der Spitze einer Kompanie oder als Teil einer zeitgenössischen Bewegung? In ...
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Tanz April 2011
Rubrik: editorial, Seite 1
von
...hat 1976 in Hamburg eine mehr als ungewöhnliche Adaption von «Schwanensee» herausgebracht. «Illusionen – wie Schwanensee» fußt auf der Spekulation, Vorbild für die männliche Hauptrolle in «Schwanensee», Prinz Siegfried, sei König Ludwig II. von Bayern gewesen. Entsprechend verzahnte Neumeier die Biografie des «Märchenkönigs» mit der «Schwanensee»-Geschichte....
Das Ballett mit der Ziege. Im 19. Jahrhundert traten viele Ballerinen in der Rolle der lebenslustigen Pariser Straßentänzerin mit dem Huftier auf – was enorm zur Popularität des Werks beitrug. «La Esmeralda» nach Victor Hugos Roman «Der Glöckner von Notre-Dame» war nach der Uraufführung 1844 in London durch Jules Perrot ausgesprochen erfolgreich, auch in St....
...hatte 2009 einen winzigen Auftritt im Episodenfilm «New York, I Love You»: Natalie Portman, die «Black-Swan»-Schauspielerin, castet einen Superstar des Royal Ballet, der im Film für einen Babysitter gehalten wird. Eine nette Unverschämtheit. Sie steht in Margaret Willis’ Acosta-Biografie. Die Autorin erzählt die Geschichte eines kubanischen Jungen, der kein...
