die katze...
...verschwindet, löst sich durch ein Lächeln in Nichts auf. Nur ihr Grinsen bleibt ... und auch das vergeht. So etwas ist vielleicht nur in Lewis Carrolls Wunderland möglich, in das seine Alice fiel. Dagegen entsteht bei uns ja erst etwas, wenn jemand lächelt oder sich sonstwie bewegt.
Wie zuletzt beim Flashmob des Staatsballetts im Berliner Hauptbahnhof. Je mehr Menschen tanzen, desto mehr Gemeinschaft entsteht.
Was aber passiert, wenn er aufhört, der Flashmob? Entsteht dann wieder Konkurrenz, falls sie überhaupt das Gegenteil von Solidarität ist? Oder tritt nicht einfach triste Leere ein – nach dem Tanz bliebe nichts, die Katze ist einfach weg?
Im letzten Heft war viel von Community Dance die Rede. In dieser Ausgabe versuchen wir, dessen Utopien ins Auge zu sehen. Angenommen, es würden sich Mehrheiten hinter den Tanz stellen: Warum müssen dann Künstler permanent beweisen, dass sie ein Teil der Stadt sind? Warum reicht es nicht, dass einer ganz oben ist, ein Ballettdirektor, bis ein Grinsen des Stadtkämmerers ihn wieder zum Verschwinden bringt (S. 64)?
Wie verhalten sich die Verantwortlichen, egal ob an der Spitze einer Kompanie oder als Teil einer zeitgenössischen Bewegung? In ...
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Tanz April 2011
Rubrik: editorial, Seite 1
von
...erhielt den «Grand Prix» des diesjährigen «Tanzolymps» in Berlin, zudem wurde dem 18-Jährigen der erste Preis für hervorragende Leistungen vom Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik zuerkannt. Der in Hawaii geborene Allen kam letzten August von der Kirov Academy of Ballet in Washington an die Stuttgarter John-Cranko-Schule, an der er in der Klasse von Petr...
«Wie wirken diese Bilder auf Tänzer?» War seine erste Frage. Seine zweite: «Bilden sie wirklich eine Absicht der Tänzerin ab?» Jay Mark Johnson ist kein Insulaner der Kunst, niemand, dessen Ästhetik ihm selbst genügt. Es war an einem Sonntag. In Hamburg traf er Priscilla Jung Park, eine amerikanisch-koreanische Tänzerin. Diese Fotos entstanden, und Johnson war...
Das Profil eines Ballettdirektors? Sieht nach dem Auftreten Reid Andersons anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Stuttgarter Balletts wohl so aus: Große Klappe und ein breites Kreuz sind unabdingbar. Nachdem er als Gastgeber der illustren Versammlung von Ballettchefs aus aller Welt mehrfach betont hat, dass von der sogenannten Reid-Anderson-Lounge auf seiner...
