Das Gestern erahnen
Ende letzter Spielzeit haben Sie in Stuttgart für Gauthier Dance ein abendfüllendes Nijinsky-Ballett erarbeitet. Und auch in der neuen Spielzeit beschäftigen Sie sich nicht eben zufällig wieder mit Ballettgeschichte: Sie choreografieren Strawinskys «Petruschka» für das Ballett Zürich. Wie kommt es zu dieser Auseinandersetzung mit der Vergangenheit? Wurde das von außen an Sie herangetragen? Oder geschieht es auf eigenen Wunsch? Der «Nijinski» stand schon immer auf meiner Agenda.
Aber «Le Spectre de la rose», eine meiner ersten Auseinandersetzungen mit dem Repertoire der Ballets russes, war tatsächlich ein Auftrag. Jean-Christophe Maillot hat mich um eine Neufassung für die Ballets de Monte Carlo gebeten. Ich muss gestehen, mich während meiner Tänzerausbildung nicht besonders intensiv um Ballettgeschichte bemüht zu haben. Deshalb bin ich für Angebote in dieser Richtung dankbar.
Wieso? Es drängt mich nicht unbedingt danach, mich mit Vergangenheit zu beschäftigen. Aber wenn mir jemand so etwas anbietet, muss ich nicht hundertprozentig aus mir schöpfen. Es gibt eine Idee, eine Geschichte oder einfach Eckdaten, an denen ich mich abarbeiten kann.
Einen Kristallisationskern? Genau. Für ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Oktober 2016
Rubrik: Traditionen, Seite 54
von Hartmut Regitz
Marie Chouinard ist zur neuen Leiterin der Sektion Tanz der «Biennale di Venezia» ernannt worden und wird diesen Posten von 2017 bis 2020 bekleiden. Ihre Aufgaben umfassen neben der Organisation des internationalen Tanzfestivals die didaktische Koordination des «Biennale College», das Nachwuchskünstlern die Zusammenarbeit mit Meistern des Fachs sowie die...
deep field
Martin Schläpfers Choreografie und Adriana Hölszkys Komposition greifen so ineinander, dass daraus ein hochsensibles und betörend sinnliches Kunstwerk entsteht. 2014 in Düsseldorf uraufgeführt, ist die Bühnenaufzeichnung von «Deep Field» (Foto: Gert Weigelt) nun fast drei Monate lang im Netz zu sehen, bei concert.arte.tv/de. Am 7. Oktober erscheint...
Im Oktober 2015 hatten ihm die Ärzte mitteilen können, die Leukämie sei aus seinem Blut verschwunden. Geschafft! Joe Bunn schrieb auf Facebook etwas von demütigem Dank an alle, die ihn seit der Diagnose und dem Behandlungsbeginn im Dezember 2014 mit guten Wünschen und Gebeten täglich unterstützt hatten. Klar, nach der Rehabilitationsphase wollte er wieder als...
