Cuqui Jerez «Sugar Island»

Barcelona on tour

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Normalerweise unterstützen Sound und Licht das Bühnengeschehen. Und zwar meist so raffiniert, dass man gar nicht merkt, wie wichtig diese Unterstützung ist, im Grunde merkt man es nur, wenn sie eben nicht da ist. Oder wenn sie irgendwie neben der Spur läuft. Wie in Cuqui Jerez’ auf den ersten Blick irritierend klassischem Ballettstück «Sugar Island», zuletzt beim «Internationalen Sommerfestival Hamburg» zu sehen und im Oktober beim katalanischen Festival «Sâlmon». Eine Ballerina betritt die Bühne im Produktionshaus Kampnagel, Cécile Brousse, leger in Leggings und Hoodie.

Das Licht blendet auf, sie versucht ein Plié, und – es wird wieder dunkel. Anscheinend ein Fehler, es wird hell. Und gleich wieder dunkel. Außerdem hört man Meeresrauschen. Und Musik. Laute Musik, viel zu leise Musik. «So kann ich nicht arbeiten», scheint Brousse zu denken. «So können wir uns nicht auf das Stück konzentrieren», denkt das Publikum.

Aber das Stück ist nicht das, um was es geht, es geht um das, was nicht funktioniert. Laut Choreografin Jerez zeige «Sugar Island» eine verzauberte Insel, auf der die Gesetze der Bühne nicht gelten, tatsächlich beschäftigt sie sich aber noch mit etwas anderem: mit der ...

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Tanz Oktober 2026
Rubrik: Kalender, Seite 50
von Falk Schreiber

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