Anne Teresa de Keersmaeker: «Die sechs Brandenburgischen Konzerte»
Anne Teresa De Keersmaeker, Sie haben unlängst in einem Vortrag am Pariser Collège de France Erstaunliches über ihr Verhältnis zur Musik preisgegeben. Sie sagten: «Die Musik war mein erster Partner, ja sogar mein erster Meister.» Ferner betonten Sie, dass Sie nicht nur in einen Dialog mit der Musik treten, «da es sich schließlich um eine Liebesgeschichte handelt».
Und weiter: «Wer gäbe sich schon mit einem bloßen Dialog zufrieden, wenn erst einmal das Begehren auf den Plan tritt? Wir fordern, wir geben und nehmen, wir versuchen, das Geheimnis des anderen zu durchdringen, doch noch mehr verlangt es uns danach, unsere eigenen Geheimnisse durch den anderen enthüllt zu wissen – jene Geheimnisse, die uns sonst verborgen blieben.» Übt die Musik wirklich eine so große Macht über Sie aus?
ATDK: Ja, das habe ich gesagt, immer und immer wieder. Aber es gibt sie nicht, die eine Formel, die meine Beziehung zur Musik erschöpfend beschreiben würde. Ich habe eine ganze Reihe von Strategien entwickelt. Manchmal, wenn auch nur selten, ignoriert der Tanz die Musik fast gänzlich – wie im Falle der künstlerischen Beziehung von John Cage und Merce Cunningham. In anderen Fällen haben mich die ...
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Tanz Jahrbuch 2019
Rubrik: Aufführung des Jahres, Seite 120
von Pieter T‘Jonck
Prolog
Einmal dem haarrissigen alten Firnis nahe sein, einmal die marmorne Kühle, die Aura des Originals spüren. Nachts, wenn alles schläft, niemand wacht. Wenn der Traum die Herrschaft übernimmt, die Wirklichkeit erlischt … «In the day nothing matters, it’s the night time that flatters», besang Laura Branigan in den 1980er-Jahren in «Self Control» die...
Impressum
tanz
Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
Redaktion
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Mitarbeit: Sofie Goblirsch, Marc Staudacher
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel +49 (0)-30-254495-20, Fax -12
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Gestaltung & Bildredaktion
Marina...
Gibt es einen besseren Ort für die Hoffnung als ein Gotteshaus? Okay, Altar und Taufbecken sind umbaut, die Kirchenbänke stehen auf einer Tribüne, damit man beste Sicht auf den Tanz hat. Willkommen in der Trinitatiskirche in Mannheim, in der nun bereits in der zweiten Spielzeit nicht mehr der christliche Ritus, sondern der Tanz regiert. Tatsächlich ist Eric...
