Von Düsseldorf nach Wien
Von Düsseldorf...
Martin Schläpfer übernimmt das Wiener Staatsballett. Mit Beginn der Intendanz von Bogdan Roscic an der Staatsoper 2020/21 tritt er die Nachfolge von Manuel Legris an. Bis dahin bleibt er Künstlerischer Leiter und Chefchoreograf des Ballett am Rhein in Düsseldorf/Duisburg. Es ist ein Abschied, der sich länger ankündigte und in Etappen vollzog. Die Vertragsverlängerung im November 2017 gestaltete sich schon schwierig. Schließlich einigte man sich darauf, dass Schläpfer ab 2019 fünf Jahre lang als choreographer in residence amtieren sollte.
Damit hätte er die künstlerische Verantwortung für das Ballett abgegeben. Schon zuvor hatte er wichtige Aufgaben an seinen Stellvertreter Remus Şucheană abgetreten, der inzwischen als Ballettdirektor fungiert.
Die offizielle Begründung für Schläpfers schleichenden Rückzug lautete nach der Vertragsverlängerung, der 58-Jährige habe Jahrzehnte ohne wirkliche Erholungspausen durchgearbeitet und gehe schließlich auf die 60 zu. Was alles andere als glaubwürdig ist, wenn man sich die neueste Entwicklung anschaut: Schläpfer übernimmt eines der weltweit größten Ensembles mit über 100 Mitgliedern, also doppelt so vielen wie am Rhein, und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz August/September 2018
Rubrik: Menschen, Seite 38
von
Night Fever
Bevor es eine freie Szene mit eigenen Bühnen gab, existierte der sogenannte «Underground»: die Clubs der 1960er-Jahre. Sie stellten alte Normen infrage und schufen Gegenwelten. Was wenige wissen: Das erste Epizentrum lag in Italien. Clubs wie das «Piper» in Turin (1966) und «Space Electronic» in Florenz (1969) wurden von progressiven Architekten...
Elizabeth Streb «Sea (Singular Extreme Actions)»
In Philadelphia freut sich die STREB Extreme Action seit 40 Jahren über volle Häuser. So versammelte sich deren eingefleischte Fan-Base auch im vergangenen Juni zur Uraufführung von «SEA (Singular Extreme Actions)» im Kimmel Center for the Performing Arts, um im dortigen Perelman Theatre die halsbrecherischen...
Was im Land NRW möglich ist, muss doch auch auf lokaler Ebene zu leis-ten sein. Ist es auch: Die Kölner «KunstSalon Stiftung» hat ein Step Up-Förderprogramm in Form einer mehrjährigen Strukturförderung in Gesamthöhe von 21 000 Euro aufgelegt, das Tanzschaffenden aus der Freien Szene zugutekommen soll. Ziel des Pilotprojekts ist es, gerade jenen Künstlern und...
