Düsseldorf on tour: «Danser Casa»
Mehr als zwanzig Jahre lang hatten Mourad Merzouki und Kader Attou nicht mehr gemeinsam choreografiert. Vor etwa zehn Jahren wurden beide Direktoren eines Centre Chorégraphique National, gründeten ihre eigenen Festivals, produzierten mit ihren Kompanien beeindruckende, abendfüllende Stücke. 2017 kam der Vorschlag, mal wieder die Köpfe zusammenzustecken und Pionierarbeit zu leisten, und zwar in Marokko. Auch dort trainieren B-Boys, auch dort wird gebreakt. Nur Kompanien und Hip-Hop für die Bühne gibt es nicht.
Ursprünglich sollten Attou und Merzouki dort ein Casting leiten und danach den Auserwählten Auszüge aus ihrem Repertoire übergeben. «Doch wie sollen sich diese Akteure in einer Choreografie zurechtfinden, die gar nichts mit ihrem Leben zu tun hat?», fragte Merzouki. Also ging das Tandem von dem aus, was die Tänzer mitbringen. Die beiden Choreografen waren begeistert von Frische und Enthusiasmus der Tänzer aus Casablanca, Fes oder Rabat. Da spürten sie noch einmal die pure Freude am Tanz und die Energie der eigenen Anfänge vor 30 Jahren, als sie die Kompanie Accrorap gründeten. Auch die Technik der Marokkaner fanden sie sehr passabel. Anders als Merzouki vor sechs Jahren in ...
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Tanz August/September 2018
Rubrik: Kritik, Seite 44
von Thomas Hahn
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Eigentlich kommt sie von der Performance her, hat Tanz und Drama am renommierten Roehampton Institute der University of Surrey studiert, bevor sie an der Royal Central School of Speech and Drama noch einen zusätzlichen Abschluss im Fach Lighting Design draufsetzte – ein wegweisender Entschluss, der den Grundstein für ihre späteren Erfolge in aller Welt legte....
