Tanz im Juli
Amsterdam
Julidans
Warum tanzt der Mensch? «Weil ich den Worten nicht traue», sagt Kaori Ito, die ihren Vater zehn Jahre lang nicht gesehen hat. Die stumme Wiederbegegnung mit Hiroshi Ito, dem berühmten Maler aus Tokio, dürfte auf diesem Sommerfestival des zeitgenössischen Tanzes ebenso berühren wie diese Antwort: «Der Mensch tanzt, weil er dann keine Angst mehr hat». Sagt Albert Silindokuhle Ibokwe Khoza in einem Solo, das die Südafrikanerin Robyn Orlin für ihn schuf.
Auch der Spanier Pere Faura beweist in gleich zwei Arbeiten: Tanz muss mitnichten unverständlich und abstrakt daherkommen. Im Gegenteil. Tanzen ist Kulinarik für den Körper. Finden auch Omar Rajeh, Koen Augustijnen, Anani Dodji Sanouvi und Hiroaki Umeda. Sie nehmen das in «Beytna» wörtlich und bitten tanzend das Publikum zu Tisch.
Vom 4. bis zum 15. Juli; www.julidans.nl
Avignon
Theaterfestival
Wem hat der Arabische Frühling wirklich Freiheit, gar Glück beschert? Der Choreograf Radhouane El Meddeb ist in seine tunesische Heimat zurückgekehrt, um Bilanz zu ziehen. «Face à la mer, pour que les larmes deviennent des éclats de rire» heißt die Abrechnung, die er nun beim «Festival d’Avignon» präsentiert. Einer nur von ...
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Tanz Juli 2017
Rubrik: Highlights und Kalender Juli 2017, Seite 39
von Red.
«EchoPerformance» in Bremen
Die Architektur des Gerhard-Marcks-Hauses in Bremen, in direkter Nachbarschaft zur Kunsthalle gelegen, bot zusammen mit den ausgestellten Skizzen, Skulpturen und Tierplastiken des vom nationalsozialistischen Regime geächteten Künstlers ein passendes Umfeld für die Aufführung des interdisziplinären «EchoPerformance»-Projekts, das...
Thomas Plischke, was erwartet künftige Studenten am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz in Berlin? Eine stark veränderte Struktur, zurück zum Tanz. Das HZT genoss den Ruf, keinen Tanztanz auszubilden, was so nie stimmte. Aber die Menge der angebotenen Technikstunden war relativ gering, insgesamt nur 540 Stunden während der dreijährigen Ausbildung. Bei P.A.R.T.S....
Gesellschaftstanz
Wirtschaftsimperien, Monarchien und Clans wie die Kennedys vertreten das dynastische Prinzip: Einer hat irgendwann etwas angefangen, die nächsten Generationen stapfen begeistert hinterher. So verhält es sich auch mit vielen Tanzschulen in Familienhand, die mit der Zeit zur lokalen, gar regionalen Instanz geworden sind. Wir stellen ein Beispiel...
